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Sphäre der Meditation

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Dieses Thema hat 122 Antworten
und wurde 8.970 mal aufgerufen
 Gegenwärtigkeit
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Die Moira Offline




Beiträge: 1.345

30.06.2012 22:55
#101 RE: ... Zitat · Antworten

Hallo Harry...

Heute habe ich mehr Zeit und bin nicht so platt.
Hier also die nachgelieferte Antwort.

Zitat
möchtest Du etwas dazu sagen, wie sich die Weltsicht verändert hat?


Dadurch, daß ich Abgründe im mir selber erkannte und eingestand,
sah ich plötzlich die bei anderen auch.
VOR dieser Veränderung in meiner Sicht
hielt ich mich selber für einen "guten" Menschen,
der anderen nur Gutes will und tut...
So sah ich auch andere Menschen und unsere Welt in der wir leben.

Zitat
Das ist eines der schwierigen Themen.
Wenn das jemand in den Mund nimmt, der es nicht erlebt hat, ist es Ausdruck von Wunschdenken, manchmal schlicht Prahlsucht.


Ich möchte das mal so sagen:
Würden sämtliche Heiligenscheine aller Menschen tatsächlich leuchten,
gäbe es keine Sonnenbrille, die dunkel genug wäre,
noch irgendwas zu sehen, so grell wäre der Schein.
Nimmst du dann noch alle Masken, die jeder so trägt
und stapelst die als tatsächliche Materie
brauchen wir keine Raumschiffe zu anderen Planeten mehr,
wir hätten überall Brücken dahin.

Das sehe ich aber erst, seit ich den Großteil meiner eigenen
Masken und Heiligenscheine erkannt habe...
und ich bin noch lange nicht fertig...
es bleibt also spannend.

Zitat
kennst Du Quellen?


Bücher, Erzählungen, Miterleben bei Anderen.
Berichte über "Erwachen", Veränderungen der Weltsicht,
findest du quasi überall...
die Leute nennen es meist nichtmal so.

Zitat
Das meinte ich nicht. Ich habe eine Methode beschrieben, nicht den Weg.


Für mein Verständnis ist Meditation aber nun mal keine Methode,
um die Weltsicht zu verändern...
sondern eher eine zur inneren Zentrierung.
Liegt evtl aber daran, daß ich nicht selber meditiere,
sondern das tatsächlich nur von anderen hörte oder las...
Kann ja sein.

Zitat
Ich weis auch, dass es zumindest eine Kathastrophe gibt, welche die Alchimisten "Mortifikation" nannten.
Der Mensch stirbt auf dem Weg, d.h. alles Persönliche wird zurück gelassen.
Die Natur macht uns das vor, wie könnten wir denken, da wir Kinder der Natur sind, dass uns das erspart bliebe.
Aber gerade das war und ist Ziel der Methode, in dieses Sterben, das oft ganz plötzlich geschieht, bewußt hinein zu gehen.
Würde man aussprechen, dass Meditation nichts weiter ist als eine Vorbereitung zum Sterben, ... oh je...
Alle antiken Mysterienschulen, der Buddhismus, Yoga lehren eine Methode. Man sagt einen Weg. Ist es aber nicht, es sind Methoden.

Den Weg haben die Alchimisten und Rosenkreuzer in Symbolen mitgeteilt, um denen die solche Erlebnisse hatten, Orientierung zu geben. Tarot hat sich als Wegbeschreibung erwiesen, das NT ist sicher so angelegt, möglicherweise auch der Palikanon, den kenne ich nicht. Ignatius von Loyola hat seine Schäfchen methodisch geschult.


Das Einzige womit ich mich definitiv sehr intensiv auseinandergesetzt habe
ist er-leben.
alle anderen Methoden habe ich nur mal getestet,
reingeschnuppert...ausprobiert...versucht...
mitgenommen, was ich für MICH gebrauchen konnte...oder verworfen.
Einiges nur am Rande gestriffen,
in anderes recht tief eingetaucht...
einiges begleitet mich bis heute, wie das Tarot, ätherische Öle oder Edelsteine...
anderes legte ich zur Seite, als für mich nicht stimmig
oder nahm nur Bruchteile davon mit...

Wie auch immer, es gibt für mich KEIN System,
keine Religion, keine spirituelle Methode, keine Überzeugung,
die ich vorbehaltlos und ohne Kritik übernehmen würde.
Irgendwo ist immer "ein Haar in der Suppe"...
vor allem dann, wenn ich feststelle, daß viele,
die irgendeiner dieser Methoden huldigen,
meinen, den Stein der Weisen gefunden zu haben
und das auch jedem versuchen überzustülpen
als das einzig Heilbringende...
oder gar jeden, der wie ich "nur" er-lebt, statt irgenwas Bestimmtes zu praktizieren
ein wenig von oben herab belächeln als angeblich Nicht-wissen-könnend...
so diesen hier--->

Ich habe da z.B. einen Bekannten,
der sich seit fast 30 Jahren ganz intensiv
mit allem was der Informationsmarkt her gibt schlau macht,
von Tarot, Runen, Medizinrädern, Lebensbaum, Kabbalah, Rosenkreuzern...
über sämtliche Magiere der alten Zeit bis hin zu neuesten psychologischen Erkenntnissen
der tut nichts anderes quasi...
erstellt komplizierte Systeme, kann sehr mit all diesem Wissen überzeugen...
weiß definitiv auch unglaublich viel...
Das Einzige was er aber nicht weiß... ist...
daß man all dieses geballte Wissen nicht braucht,
um die Welt zu verstehen...

Eigentlich reicht er-Leben...
und sich aus den verschiedenen Systemen,
das mitnehmen, was für einen selber paßt
Oder um es anders zu formulieren:
ich brauche nicht sämtliche alten Magier-Meister gelesen zu haben,
um magisch irgendwas bewirken zu können...
Es reicht zu wissen, daß ich es kann...


so, nun bin ich ein wenig ins Schwafeln gekommen...
und lasse es dann jetzt erstmal gut sein...
Schwafeln kann ich nämlich gut...

Gruß, die Moira...
_____________________________________

Es gibt nichts, was es nicht gibt....

Chakowatz ( gelöscht )
Beiträge:

01.07.2012 00:42
#102 RE: ... Zitat · Antworten

Ein schönes Statement Moira,
ich finde es klasse weil es mir gefällt,und es gefällt mir weil ich es ähnlich erlebe.
Ich gehöre auch zu denen die nicht viel meditieren,sondern aus meinem Erleben herraus schöpfen.
Mein Leben und das was ich bisher in meinem Leben erfahren habe gehört nicht nur untrennbar zu mir,sondern ist mein Weg und mein Ziel.Es ist aber auch das bewusste sehen und erkennen des eigenen Lebens,in Vergangenheit und Gegenwart.
Vielleicht ist es das Schicksal der Fischegeborenen das Leben und die Erfahrung als Weg und Ziel zu verstehen um daraus die alleinige Erkenntnis zu schöpfen.
Da kann man auch keinen Guru gebrauchen,der stört da irgendwie nur....

Anke Offline




Beiträge: 800

01.07.2012 08:11
#103 RE: ... Zitat · Antworten

Zitat von Chakowatz im Beitrag #102
Ein schönes Statement Moira,
ich finde es klasse weil es mir gefällt,und es gefällt mir weil ich es ähnlich erlebe.
Ich gehöre auch zu denen die nicht viel meditieren,sondern aus meinem Erleben herraus schöpfen.
Mein Leben und das was ich bisher in meinem Leben erfahren habe gehört nicht nur untrennbar zu mir,sondern ist mein Weg und mein Ziel.Es ist aber auch das bewusste sehen und erkennen des eigenen Lebens,in Vergangenheit und Gegenwart.
Vielleicht ist es das Schicksal der Fischegeborenen das Leben und die Erfahrung als Weg und Ziel zu verstehen um daraus die alleinige Erkenntnis zu schöpfen.
Da kann man auch keinen Guru gebrauchen,der stört da irgendwie nur....



Das kann ich so voll unterschreiben.........auch wenn ich kein Fisch sondern ein Zwilling bin.....lach....

mir hat das Siddhartha noch mal so richtig vor Augen geführt. Der Film ist ja nur eine Kurzfassung,
aber vl. ist genau dadurch dieser Weg so gut zu erkennen. Also wie ich ihn gehe......
ich wusste ja nicht, das andere das genauso tun...

Die Moira Offline




Beiträge: 1.345

01.07.2012 11:32
#104 RE: ... Zitat · Antworten

Zitat von Chakowatz im Beitrag #102

Da kann man auch keinen Guru gebrauchen,der stört da irgendwie nur....

Das sehe ich ein wenig anders.

Ich denke schon, daß die Erfahrung mit einem Guru
eine bereichernde, interessante Erfahrung sein könnte.

Vermutlich hätte ich auch weniger Probleme,
mich von einem solchen dann wieder zu lösen,
als so manch anderer, der meint,
ohne seinen Guru keine Weiterentwicklung mehr erfahren zu können.

Aber wie Rembrand schon woanders hier schrieb:
Es ist nicht einfach einen Guru zu finden.

Für mich wahrscheinlich NOCH schwerer,
da ich aufgrund meiner Lebenserfahrung
extrem wählerisch bin, wem ich vertraue
und halt auch klar zu benennen pflege,
wenn mir etwas/jemand nicht stimmig rüberkommt.

An diesem Punkt würde sich dann vermutlich entscheiden,
ob dieser Guru ausschließlich nur noch lehren will,
was für mich schon ein NOGO wäre.

Ja, ich weiß, ich bin schwierig...
und das wäre ich auch für einen potentiellen Guru,
der bei mir u.U. auch an eine persönliche Grenze stieße.

Naja, soll offenbar eh nicht sein,
da ich ja keinen finde...

Gruß, die Moira...
_____________________________________

Es gibt nichts, was es nicht gibt....

Sterndeuter Offline



Beiträge: 2.583

01.07.2012 12:21
#105 RE: ... Zitat · Antworten

Zitat von Die Moira im Beitrag #101
Hallo Harry...
Dadurch, daß ich Abgründe im mir selber erkannte und eingestand,
sah ich plötzlich die bei anderen auch.
VOR dieser Veränderung in meiner Sicht
hielt ich mich selber für einen "guten" Menschen,
der anderen nur Gutes will und tut...
So sah ich auch andere Menschen und unsere Welt in der wir leben.


Was würdest Du denn als "Abgrund" bezeichnen?

Ich sehe das so, dass wir alle zur spezies Mensch gehören. Wir tragen 4 Milliarden Jahre Entwicklungsgeschichte in uns. Unser Zentralhirn enthält immer noch das Reaktionsmuster der Reptilien. Abrgünde werden offenbar, sobald wir Ideologien folgen. Das sind logisch geschlossene Systeme, die uns vorschreiben, was zutun ist, um das Paradies auf Erden zu etablieren. Dazu gehören, der Nationalsozialismus, der Kommunismus, einige Formen des Darwinismus, etc.
Es ist mir vollkommen klar, dass unsere lieben Nachbarn uns im Wegfalle staatlicher Ordnung für'n Butterbrot aufs nächste Schafott führen würden. Es gibt wenige, sehr wenige, die einen unabhängigen und moralisch gefestigten Charakter ihr Eigen nennen dürfen. Das ist mir aber klar, schon immer klar gewesen. Ich gebe mich da keinen Illusionen hin.

Meintest Du das?

Zitat

Ich möchte das mal so sagen:
Würden sämtliche Heiligenscheine aller Menschen tatsächlich leuchten,
gäbe es keine Sonnenbrille, die dunkel genug wäre,
noch irgendwas zu sehen, so grell wäre der Schein.
Nimmst du dann noch alle Masken, die jeder so trägt
und stapelst die als tatsächliche Materie
brauchen wir keine Raumschiffe zu anderen Planeten mehr,
wir hätten überall Brücken dahin.

Das sehe ich aber erst, seit ich den Großteil meiner eigenen
Masken und Heiligenscheine erkannt habe...
und ich bin noch lange nicht fertig...
es bleibt also spannend.


Ja,
und manchmal, nur manchmal regt mich das auf.

Zitat

Zitat
kennst Du Quellen?


Bücher, Erzählungen, Miterleben bei Anderen.
Berichte über "Erwachen", Veränderungen der Weltsicht,
findest du quasi überall...
die Leute nennen es meist nichtmal so.



Ist das wirklich so häufig?

Zitat

Zitat
Das meinte ich nicht. Ich habe eine Methode beschrieben, nicht den Weg.


Für mein Verständnis ist Meditation aber nun mal keine Methode,
um die Weltsicht zu verändern...
sondern eher eine zur inneren Zentrierung.
Liegt evtl aber daran, daß ich nicht selber meditiere,
sondern das tatsächlich nur von anderen hörte oder las...
Kann ja sein.



Ja, Du kannst auch sagen: "innere Zentrierung" und nicht "UM ZU" und schon gar nicht eine "Weltsicht verändern".

Meditation ist nicht etwas "um zu". Das "erreichen wollen" macht Meditation zunichte.
Daher ist es, so wie ich es beschrieben habe, eine Methode. Sie verspricht nichts, man kann sie anwenden.
Wenn Du schreibst "innere Zentrierung", lass das "inneren" mal weg, dann bleibt "Zentrierung".
Wenn ich irgendwas tun will, muss ich mich zentrieren. Im Vollrausch werde ich auch meine alltägliche Arbeit nicht verrichten können.
Daher ist "Zentrierung" oder "Sammlung" etwas, das wir überall beobachten, wo Leistungen Vollbracht werden, und sei es nur Windel wechseln.
Im Buddhismus spricht man von bewusstem Tun.

Zitat von Aus dem Plaikanon, Pfeiler der Einsicht, Also Sprach der Erhabene, Eine Auswahl aus den Reden Gotamo Buddhos übertragen von Karl eugen Neumann, Artemis Verlag 1962, S.5
So wacht er nach innen beim Körper über den Körper, so wacht er nach außen beim Körper über den Körper ...



Auch da ist Sammlung das zentrale Element und auch da als Methode gelehrt. Niemals mit irgendwelcher Zielsetzung. Das würde der Sache widersprechen.

Zitat

Das Einzige womit ich mich definitiv sehr intensiv auseinandergesetzt habe
ist er-leben.


ja, es ist Meditation, denn wenn Du er-lebst, bist Du gesammelt.
Die Gedankenkette ist unterbrochen. Es geschieht immer wieder. Aber man kann es trainieren.
Der Vorgang, der unwillkürlich, ab und an mal geschieht, sich ereignet, hat eine Struktur. Die hat man im Raja-Yoga analysiert und methodisch gelehrt.
Mag dir das in deiner intuitivem Art auch etwas widersprechen. In Indien war man da enorm analytisch, etwa so, wie man heute Mathematik betreibt. Das Ergebnis ist Yoga. Es ist keine Religion, keine Weltanschauung, keine Heilslehre!!!

Zitat

Ich habe da z.B. einen Bekannten,
der sich seit fast 30 Jahren ganz intensiv
mit allem was der Informationsmarkt her gibt schlau macht,
von Tarot, Runen, Medizinrädern, Lebensbaum, Kabbalah, Rosenkreuzern...
über sämtliche Magiere der alten Zeit bis hin zu neuesten psychologischen Erkenntnissen
der tut nichts anderes quasi...
erstellt komplizierte Systeme, kann sehr mit all diesem Wissen überzeugen...
weiß definitiv auch unglaublich viel...
Das Einzige was er aber nicht weiß... ist...
daß man all dieses geballte Wissen nicht braucht,
um die Welt zu verstehen...


Die Frage ist, was will er. Steht eine ehrliche Suche dahinter, oder will er Glänzen, Macht ausüben ... selbstverliebtes Ego-macht-Spielchen?


Zitat

so, nun bin ich ein wenig ins Schwafeln gekommen...
und lasse es dann jetzt erstmal gut sein...
Schwafeln kann ich nämlich gut...


Ja, ok.

Lieben Gruß
Harry

Rembrand Online



Beiträge: 13.111

01.07.2012 13:03
#106 RE: ... Zitat · Antworten

Zitat von Astroharry im Beitrag #97
Ich schreibe so, wie ich es kann. Geht leider nicht anders.
"Über-Ich-Instanz", hm, ich denke, dass ich um Objektivität bemüht bin.


Hm ... das ist ein guter Hinweis, um Deine Schreibweisen für mich besser einzuordnen.
Du achtest die Autorenschaft, nicht um Deine Zeilen zu autorisieren, im Sinne von der hat die richtige Wahrheit gesagt, sondern eher als Hinweis auf die geistige Urheberschaft. Die Fußnoten die in Doktorarbeiten manchmal vermißt werden.
Das ist super.
So vieles, was ich mit mir herumtrage, habe ich irgendwo aufgenommen, oder auch aufgeschnappt und es paßte einfach so in meinen Kram, dass ich es nahm und vergessen wars von wem. Manchmal fällt mir das eine oder andere noch ein, dass ist im Verhältnis aber eher selten. So vieles habe ich als Wissen von anderen aufgenommen, kaum etwas ist nicht aus zweiter Hand was ich so sage, oder schreibe. Die Ettikettieren woher ichs hab, kann ich wie gesagt nur selten. Vieleicht würde ich am Ende auch nur eine Handvoll Autoren wieder und wieder ... so als Ebenda ... markieren. Doch, ich kann es nicht. Ich musste einst vorübergehend in meinem Leben mal wissenschaftlich schreiben oder arbeiten, da wurde behauptet es gäbe so etwas wie Objektivität, na klar glaubte ich das, aber das ist lang, lang, lang her und ich mochte es nicht, fauler Sack der ich bin. So kann man von mir nicht nur von einer Halbbildung sprechen, es ist wahrscheinlich nur eine Zweiunddreißigstelbildung, mal grob geschätzt.
Aber dies unterscheidet uns, und so kam es zu meinem Mißverständnis Deiner Zitate.
Darin lag mein Mißverständnis.
Gut das wir mal darüber geschrieben haben.

Die Moira Offline




Beiträge: 1.345

01.07.2012 13:56
#107 RE: ... Zitat · Antworten

Zitat von Astroharry im Beitrag #105

Was würdest Du denn als "Abgrund" bezeichnen?

Nun, z.B. das bereits beschriebene Beispiel
mit dem Wunsch zu töten...

oder auch ganz unspektakulär banal:
seine eigenen mitunter niederen Motive etwas zu tun zu entlarven
Wesensanteile wie Neid, Geiz, Hochmut, Gier, Sucht- oder Abhängigkeitsverhalten usw...usw...
dieser hier halt--->
"erwachen" ist nicht immer was ganz weltbewegend Großes...
sondern eher ein Prozeß von vielen kleinen "Erleuchtungen"
die sich aneinanderreihen...aufeinander aufbauen...
und der Prozeß kommt zwischendurch auch zum Erliegen,
immer dann wenn wir irgendwo dran festkleben bleiben (z.B. ein Guru)
dann hängen wir in einer Art Warteschleife (Erleuchtungsfalle)
udn es wird sich so lange keine weitere Erleuchtung einstellen,
bis wir uns davon lösen...

Zitat
Ich sehe das so, dass wir alle zur spezies Mensch gehören. Wir tragen 4 Milliarden Jahre Entwicklungsgeschichte in uns. Unser Zentralhirn enthält immer noch das Reaktionsmuster der Reptilien. Abrgünde werden offenbar, sobald wir Ideologien folgen. Das sind logisch geschlossene Systeme, die uns vorschreiben, was zutun ist, um das Paradies auf Erden zu etablieren. Dazu gehören, der Nationalsozialismus, der Kommunismus, einige Formen des Darwinismus, etc.
Es ist mir vollkommen klar, dass unsere lieben Nachbarn uns im Wegfalle staatlicher Ordnung für'n Butterbrot aufs nächste Schafott führen würden. Es gibt wenige, sehr wenige, die einen unabhängigen und moralisch gefestigten Charakter ihr Eigen nennen dürfen. Das ist mir aber klar, schon immer klar gewesen. Ich gebe mich da keinen Illusionen hin.

Meintest Du das?


Auch...
Es fängt aber eigentlich schon viel kleiner an,
nämlich mit der Erziehung, bzw. besser ausgedrückt der Ab-erziehung...
ganz krass ausgedrückt könnte man es als
emotionale und psychische Verkrüppelung der reinen Seele bezeichnen...
und obwohl dies der kleinste Rahmen ist...
ist er der, der am schwersten zu erkennen und durchbrechen ist...

Zitat
Ja,
und manchmal, nur manchmal regt mich das auf.


Jeder hat eine andere Achilles-Ferse...
anders benannt: Trigger, wunde Punkte, Schlüsselreize...

Ich stelle bei mir fest, daß ich mich über zunehmend weniger aufrege,
aber einige Aufreger sind äußerst hartnäckig...
um nur einen davon zu benennen:
Wenn mir jemand, der selber genug Baustellen hat
so--->oder so--->kommt...
da kann ich dann auch schonmal--->

Zitat

Ist das wirklich so häufig?


Nichts tägliches, nein...
ist mir aber doch schon recht häufig untergekommen,
daß sich Menschen in meiner Umgebung grundlegend gewandelt haben,
aufgrund persönlicher Erkenntnisse.

Zitat
Ja, Du kannst auch sagen: "innere Zentrierung" und nicht "UM ZU" und schon gar nicht eine "Weltsicht verändern".

Meditation ist nicht etwas "um zu". Man kann damit nichts erreichen, denn das "erreichen wollen" macht Meditation zunichte.
Daher ist es, so wie ich es beschrieben habe, eine Methode. Sie verspricht nichts, man kann sie anwenden.
Wenn Du schreibst "innere Zentrierung", lass das "inneren" mal weg, dann bleibt "Zentrierung".


Danke für deine Ausführungen dazu

Zitat
Wenn ich irgendwas tun will, muss ich mich zentrieren.


Nicht zwangsläufig...
Ich kann Dinge auch "nebenbei" erledigen...
wünschenswert wäre, das meiste "mit ganzem Herzen" zu tun...
also voll und ganz "dabei" zu sein, was man grad tut...
ist aber häufig nicht so...

Zitat
Im Vollrausch werde ich auch meine alltägliche Arbeit nicht verrichten können.


Doch...klar...
ich kenne genug Leute, die ihre tägliche Arbeit im "Susal" erledigen,
es gibt sogar welche, die könnten das nüchtern garnicht mehr...
Manche brauchen dazu nicht mal Alkohol oder Drogen,
sondern sind "nur" gedanklich im Rausch dabei...
ohne wirklich dabei zu sein...
erledigen tun sie es trotzdem...

Zitat
Daher ist "Zentrierung" oder "Sammlung" etwas, das wir überall beobachten, wo Leistungen Vollbracht werden, und sei es nur Windel wechseln.


Kann ich so nicht bestätigen...
Das erlebe ich sehr sehr häufig ganz anders...
bei ziemlich vielen Menschen sogar...

Zitat
Im Buddhismus spricht man von bewusstem Tun.


...was die meisten Menschen, die ich erlebe,
aber eben genau NICHT tun...
Ich selber erwische mich ja schon häufig dabei,
mit den Gedanken garnicht bei der Sache zu sein...

Bei den meisten anderen Menschen ist das
laut meiner Beobachtung sogar Dauerzustand

Zitat
"So wacht er nach innen beim Körper über den Körper, so wacht er nach außen beim Körper über den Körper ..."
Aus dem Plaikanon, Pfeiler der Einsicht, Also Sprach der Erhabene, Eine Auswahl aus den Reden Gotamo Buddhos übertragen von Karl eugen Neumann, Artemis Verlag 1962, S.5
Auch da ist Sammlung das zentrale Element und auch da als Methode gelehrt. Niemals mit irgendwelcher Zielsetzung. Das würde der Sache widersprechen.


Ist es nicht eine Zielsetzung von Meditation
sich zu sammeln...zu zentrieren?
Das ist doch dann ein Ziel?

Zitat

Zitat

Das Einzige womit ich mich definitiv sehr intensiv auseinandergesetzt habe
ist er-leben.


ja, es ist Meditation, denn wenn Du er-lebst, bist Du gesammelt.



Nicht zwangsläufig
Oft ist doch eher so, daß das Er-leben unbewußt geschieht
wie ein zielloses Fallenlassen eben...
geschähe er-leben bewußt, wäre es zielorientiertes und kontrolliertes Handeln
die Bewußtwerdung des Er-lebten passiert aber oft erst hinterher...
Oder?

Zitat
Die Gedankenkette ist unterbrochen. Es geschieht immer wieder. Aber man kann es trainieren.
Der Vorgang, der unwillkürlich, ab und an mal geschieht, sich ereignet, hat eine Struktur.


Natürlich...
Das ergibt sich schon aus den oben genannten erlernten Mustern,
die man solange unbewußt wiederholt, bis es durchschaut wird,
nicht mehr auf die gleichen Muster rein zu fallen,
ist dann wieder eine Lernaufgabe, die intensiv trainiert sein will.

Zitat
Die hat man im Raja-Yoga analysiert und methodisch gelehrt.
Mag dir das in deiner intuitivem Art auch etwas widersprechen. In Indien war man da enorm analytisch, etwa so, wie man heute Mathematik betreibt. Das Ergebnis ist Yoga. Es ist keine Religion, keine Weltanschauung, keine Heilslehre!!!


Nein, nur eine strukturierte Praxis von sich wiederholenden Ritualen.
An sich ja auch in Ordnung, besteht unser Leben ja eh aus vielen Ritualen,
die oftmals nicht mal bewußt gelebt werden...
und sei es nur die Art und Weise, seinen Kaffee zuzubereiten und umzurühren

Zitat
Die Frage ist, was will er. Steht eine ehrliche Suche dahinter, oder will er Glänzen, Macht ausüben ...


Ähm...*hust*
Ich möchte das jetzt mal vorsichtig so formulieren:
Er sucht schon lange nicht mehr,
denn er weiß ja schon alles...und das natürlich immer besser...
als alle anderen Unwissenden
Reicht das?

Zitat
Ja, ok.

Lieben Gruß
Harry



Interessanter Austausch...

einen schönen Sonntag noch...

Gruß, die Moira...
_____________________________________

Es gibt nichts, was es nicht gibt....

Die Moira Offline




Beiträge: 1.345

01.07.2012 13:59
#108 RE: ... Zitat · Antworten

@Rembrand

Zitat
Die Ettikettieren woher ichs hab, kann ich wie gesagt nur selten.


Das geht mir übrigens genauso...
Ich habe dann oft Probleme, wenn jemand Quellen will...
und schon ist für mein Gegenüber der vermeintliche Schwachpunkt
als wunderbare Angriffsfläche gefunden...
Da könnte ich dann mitunter auch schonmal...

Gruß, die Moira...
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Rembrand Online



Beiträge: 13.111

01.07.2012 14:00
#109 RE: ... Zitat · Antworten

Zitat von Die Moira im Beitrag #104

Aber wie Rembrand schon woanders hier schrieb:
Es ist nicht einfach einen Guru zu finden.

Der Meinung war Frau Haich.
Dann wäre der Guru nur eine Zierde fürs Ego.
Dann ist es besser im Sanktuarium über diverse Skribte zu gammeln.

Ich habe da eine andere Meinung .... ... auch aus Erfahrung.
Du wirst keinen Gru finden, das geht nicht ... vergiss diese Bemühung.
Auch er ... der Guru wird Dich nicht finden.

Was passieren kann ... ist ... das es urplötzlich eine Begegnung zwischen Euch gibt ... dann, wenn Du dies am aller wenigsten erwartest, oder darauf gefaßt bist.
Es ist eine beiderseitige Überraschung ...

Wobei ich damit den fünften Guru meine.
Guru

Die Moira Offline




Beiträge: 1.345

01.07.2012 14:17
#110 RE: ... Zitat · Antworten

Zitat von Rembrand im Beitrag #109

Ich habe da eine andere Meinung .... ... auch aus Erfahrung.
Du wirst keinen Gru finden, das geht nicht ... vergiss diese Bemühung.
Auch er ... der Guru wird Dich nicht finden.

Ist ja nicht so, daß ich verzweifelt Ausschau halte...
aber den Gedanken hatte ich schon mal ab und an...

Zitat
Was passieren kann ... ist ... das es urplötzlich eine Begegnung zwischen Euch gibt ... dann, wenn Du dies am aller wenigsten erwartest, oder darauf gefaßt bist.
Es ist eine beiderseitige Überraschung ...


Auch hierbei kann sich einseitig geirrt werden,
selbst wenn man sich "sicher" war, es wäre beiderseitig ...
und das weiß ich nun wieder aus Erfahrung,
weil mir das einmal passiert ist...
eins stimmt...es kam tatsächlich sehr überraschend...
weil ich es dort sicher am allerwenigsten erwartet hätte
oder auch nur im entferntesten daran gedacht hätte...
und doch wars dann nur ein Irrtum...
da nicht beiderseitig...

Tja, so kanns gehen...

Gruß, die Moira...
_____________________________________

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