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Sphäre der Meditation

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Dieses Thema hat 78 Antworten
und wurde 4.673 mal aufgerufen
 der freie Fall
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Gwendolina ( gelöscht )
Beiträge:

29.06.2008 12:56
#71 RE: Vertrauen Zitat · Antworten

nehme ich etwa einen etwas "angespannten" Unterton wahr?...

Zur Klärung:
Wenn ich erfahre, dass jemand Asthma hat, dann verstehe ich besser, weshalb sich jemand mit und rund um das Atmen eingehender auseinandersetzt....
... es ist wahrlich nicht lustig, Asthmaanfälle zu erleiden, bei denen man meint, ersticken zu müssen... mit Pumpe bepackt... unruhig werdend, wenn man die sich anbahnende "Enge" spürt...
das mal von meiner Seite...
außerdem finde ich es gar nicht übel, wenn sich jemand intensiv mit einer Thematik auseinandersetzt...- für mich zum Lesen ist´s jedenfalls bereichernd...

- dennoch wäre es MIR zu "technisch"... - und das ist doch gar nicht schlimm??? Oder???
Ich wollte eigentlich nur darauf hinweisen, dass dieser Erfahrungsweg nicht der einzig mögliche ist.....

Gwen..



Christian ( gelöscht )
Beiträge:

29.06.2008 14:57
#72 RE: Vertrauen Zitat · Antworten

Zitat von Gwendolina
nehme ich etwa einen etwas "angespannten" Unterton wahr?...

Zur Klärung:
Wenn ich erfahre, dass jemand Asthma hat, dann verstehe ich besser, weshalb sich jemand mit und rund um das Atmen eingehender auseinandersetzt....
... es ist wahrlich nicht lustig, Asthmaanfälle zu erleiden, bei denen man meint, ersticken zu müssen... mit Pumpe bepackt... unruhig werdend, wenn man die sich anbahnende "Enge" spürt...
das mal von meiner Seite...
außerdem finde ich es gar nicht übel, wenn sich jemand intensiv mit einer Thematik auseinandersetzt...- für mich zum Lesen ist´s jedenfalls bereichernd...

- dennoch wäre es MIR zu "technisch"... - und das ist doch gar nicht schlimm??? Oder???
Ich wollte eigentlich nur darauf hinweisen, dass dieser Erfahrungsweg nicht der einzig mögliche ist.....

Gwen..





ich kann nur mit Deiner Verwendung des Begriffs "technisch" nichts anfangen. Schon gar nicht im Zusammenhang mit dem Atem, verstehst Du? Wenn ich so in der Bevölkerung herumschaue, wie da geatmet wird, dann wundert sich ein medizinisch einigermaßen gebildeter Mensch nicht über die damit zusammenhängenden Beschwerden, die allüberall auftreten.
Daß ich als Kind Asthma hatte, dann lange Zeit ohne Asthma war und dann in einer Zeit, in der ich mich auf mich selber rückbesonnen habe diese Erkrankung wiedererlebt habe ist dabei völlig ohne Belang. Meine persönliche Situation spielt überhaupt keine Rolle bei der Tatsache, daß man nur bei der Beschäftigung mit dem Atem dasjenige erlebt, was man bei der Beschäftigung mit dem Atem erlebt. Und mit nichts Anderem. Auch Joggen erlebst Du nur, wenn Du joggst.

Nun ja- und gereizte Untertöne hört man in sich selber, während man vor einer Mattscheibe sitzt. Eine Frage der Entspannung.

Gwendolina ( gelöscht )
Beiträge:

29.06.2008 15:47
#73 RE: Vertrauen Zitat · Antworten

okay... dann eben nicht gereizt...

Sterndeuter Offline



Beiträge: 2.583

30.06.2008 12:35
#74 RE: Vertrauen Zitat · Antworten
In Antwort auf:
Warum ist das so? Weil man nur über den Atem eine ganz bestimmte Sache im Körper erreicht, und das ist ein ausgeglichener Säure-Basenhaushalt: Der Atem greift halt an der funktionellen Basis in den Säure-Basen-Haushalt ein, wo der saure Sauerstoff zu CO2 verstoffwechselt wird. Ist zuviel CO2 im Körper, atmet man schneller, ist zuviel Sauerstoff im Körper (was gar nicht geht!), dann atmet man langsamer.

Die Atemfrequenz wird doch vorallem durch die Muskeltätigkeit geregelt. Wenn ich Treppen steige oder Laufe, beginnt der Atem erst tiefer und dann schneller zu werden. Die Muskeln brauchen mehr Sauerstoff.

Co2 kann man durch die Atmung im Blut ansammeln. In dem man den Atem z.B. mehrmals für einige Sekunden anhält, erhöht sich der Co2 Gehalt im Blut. Das beruhigt und ist NICHT gefährlich. -> Wer's nicht glaubt, ausprobieren.
Ist jedenfalls eine Übung aus dem Pranayama (Hatha-Yoga)
Auch durch das Zählen beim Atmen kann man den Atem verlangsamen.

Ob der Atem tiefer oder flacher ist, hat damit zutun, ob ich mich nervös oder sicher fühle. Umgekehrt kann man mit Atmen den zustand des "Vertrauen"s herstellen. In Situationen in denen ich mich sicher fühle atme ich tiefer und ruhiger.
Umgekehrt kann man durch tieferen Atem Ruhe und Sicherheit erzeugen.
Das ist das Prinzip von Hatha-Yoga.
Jede seelische Regung manifestiert sich im Körper und umgekehrt kann man seeleisch Zustände durch Körperübungen einstellen.
Wenn man ERLEBT hat, wie das läuft, gewinnt man SELBST-VERTRAUEN. Weil man weis wie es funktioniert und weil man diese Funktion zu gebrauchen lernt.
Wenn man das übt, z.B. im Hatha-Yoga, entsteht eine Art Sicherheit im Umgang mit dem eigenen Körper. Man bewätligt Stress besser und fühlt sich sicherer.

Im Grunde kann darüber kaum diskutieren, man muss es ausprobieren. Das tägliche Üben erübrigt jede Diskussion.

Durch den Zustand des Vertrauens, und der Sicherheit, die man durch Hatha-Yoga Übungen selbst erzeugt findet der Geist ruhe und kann sich versenken, um einen noch intensiveren Zustand des Selbstvertrauens und der Sicherheit zu erzeugen.

In der Meditation kann es keine Fragen über Vertrauen geben. Man ERLEBT es einfach.
Natürlich mag sich dieser Zustand wieder verflüchtigen, aber man lertn mit der Zeit wie man sich in diesen Zustand hineinbegibt, in dem man ständig wiederholt.

Was am Anfang zum Thema "Vertrauen" anklang, so meine ich jedenfalls, ist das Ur-Vertrauen. Es ist eine sehr schwer zu beantwortende Frage, die an die Existenzgrundlage geht, also die Frage nach dem Leben an sich und wie "Sicher" das Leben an sich ist.
Es ist garnicht "Sicher" denn wir alle bewegen und auf den Tod zu. Es ist dies eine der tiefsten und schwerwiegensten Fragen, die wir stellen können. Ich habe darauf keine Antwort, aber ich glaube, dass es Antworten gibt.

Gruß Harry

Sterndeuter Offline



Beiträge: 2.583

30.06.2008 12:56
#75 RE: Vertrauen Zitat · Antworten
Zitat von DieWölfin
Zitat von Saraswati
Wem oder was vertrauen?

Der Umgang mit Vertrauen kann sehr missverständlich sein.
Dass Vertrauen in der spirituellen Entwicklung ganz zentral ist, steht außer Zweifel.

Jedoch dieses Vertrauen nicht stehlen lassen, von Heilsverkündern.
Das Vertrauen in die eigene Mitte entwicklen.

Ent-wickeln...




Erstmal sollte man wohl sich selber vertrauen können...doch selbst da kommt es schon zu Problemen...da ist die Sache mit der Ent-wicklung, die immer wieder ins Stocken gerät, weil man sich in Zweifel und Selbstzweifel ver-wickelt...zumindest zwischendurch...aber das ist glaube ich auch notwendig für eine Ent-wicklung, oder?
Frage: Kann sich ein Mensch überhaupt weiterentwickeln, wenn er nie an sich selber zweifelt....?




Ist "spirituelle Entwicklung" nicht eine Vorstellung, der wir erliegen, eine Illusion.
Ich meine damit, dass es keine "Rückschläge" geben KANN. Ich kann mich nur über meine eigene Entwicklung falschen Illusionen hingeben.
Ich bin so wie ich bin und stehe dazu.
Im Umgang mit Meditation kommen wir in Zustände, die es uns Glauben machen wollen, dass wir über Allem stehen. Wenn der Alltag über uns hereinbricht, dann zeigt sich meist, dass wir noch weit entfernt sind von dem Idelal, das wir da erleben. Es ist noch nicht ins alltägliche Bewußtsein eingeflossen und wir mögen erleben dass wir Eigenschaften an uns entdecken die garnicht so spirituell sind wie wir das von uns selbst dachten.
Es ist egal, wichtig ist, dass wir uns selbst ERKANNT haben. Das ist der erste spirituelle Fortschritt. Man darf doch bescheiden werden, angesichts der eigenen Unvollkommenheit, das ist keineswegs ein Nachteil, sondern ein Anzeichen hoher Spiritualität.
So sehe ich das jedenfalls.
Sich selbst und alle Fehler zu kennen ist ein großer Vorteil. Man muss es einfach akzeptieren und gelassen sehen, aber auch das ist ein Lernprozess.
Ich bin mir sicher, dass viele sogenannte spirituelle Menschen in schwierigen Umständen sehr viel von ihrer Spirituälität einbüßen. Das kann nicht passieren, wenn ich mich selbst erkannt habe, dann weis ich, wo meine Reizschwellen sind und wo ich über- oder unter reagiere. Es ist wiedermal eine Frage der Selbsterkenntnis.

Gruß Harry

Saraswati Offline




Beiträge: 4.864

30.06.2008 13:01
#76 RE: Vertrauen Zitat · Antworten

Zitat von Astroharry
Was am Anfang zum Thema "Vertrauen" anklang, so meine ich jedenfalls, ist das Ur-Vertrauen. Es ist eine sehr schwer zu beantwortende Frage, die an die Existenzgrundlage geht, also die Frage nach dem Leben an sich und wie "Sicher" das Leben an sich ist.
Es ist garnicht "Sicher" denn wir alle bewegen und auf den Tod zu. Es ist dies eine der tiefsten und schwerwiegensten Fragen, die wir stellen können. Ich habe darauf keine Antwort, aber ich glaube, dass es Antworten gibt.




Darin steckt eine Lösung.
In dem ich weiß, dass Leben nicht sicher ist
und in dem ich weiß, dass es zum Tod führt
und dass es gleichzeitig keinen Tod gibt, ...
Indem ich weiß, dass ich erlebe,
was es für mich zu erleben gibt,
kann ich mich getrost genau auf das einlassen,
was sich mir hier und jetzt im Leben eröffnet.

Saraswati

Sterndeuter Offline



Beiträge: 2.583

30.06.2008 13:20
#77 RE: Vertrauen Zitat · Antworten

Ja, das wird uns immer wieder vor Augen geführt.
Wie traurig war ich, als ich am Wochenende die Wohnung meiner Mutter kam. Sie wird aufgelöst und ich saß einsam da, um noch einige Erinnerungen zu retten, bevor die Räumung endgültig erfolgt. Ich saß mit meinen Erinnerungen an die schönen Tage da und war maßlos traurig. Mir wurde aber auch und beinahe gleichzeitig bewußt und ich habe mich gefragt. Habe ich alle schönen Ereignisse der letzten Zeit wirklich bewußt wahrgenommen? Erlebe ich die Ausflüge, die kleinen Begebenheiten als Vater wirklich bewußt genug, um mich mit Freude daran zu erinnern, wenn meine Tochter in einigen Jahrzehnten in meiner Wohung sitzen mag und zurückdenkt wie ich jetzt zurück denke?
Mein Entschluss stand fest. Ich werde noch bewußter, noch dankbarer sein und jeden Augenblick in der GEGENWART mit Freude erleben, die mir mein Leben schenkt. Mehr weis ich nicht dazu.
Ach ja, ich habe mich dann wieder in meine Studien über Harmionik versenkt und erstaunt festgestellt, dass es IMMER und ÜBERALL schön ist, wenn ich mich staunend in die Welt der Geometrie versenke und mich immer wieder wundern kann über diese Vollkommenheit.
Mehr weis ich dazu nicht zu sagen.

Gruß Harry

green Offline




Beiträge: 179

30.06.2008 14:58
#78 RE: Vertrauen Zitat · Antworten
Zitat von Astroharry
Mehr weis ich nicht dazu.

... das ist aber eine ganze Menge

Sat Naam ( gelöscht )
Beiträge:

30.06.2008 19:08
#79 RE: Vertrauen Zitat · Antworten

Würde ich auch sagen

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