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Sphäre der Meditation

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Dieses Thema hat 68 Antworten
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 der innere Weg
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batglenn66 Offline




Beiträge: 476

22.08.2008 18:20
#11 RE: unterwegs ... Zitat · Antworten

danke für den interessanten bericht.

************ ********** **

om koro koro sendari matogi sowaka

Rembrand Offline



Beiträge: 12.696

22.08.2008 18:29
#12 RE: unterwegs ... Zitat · Antworten


Om shanthi
batglenn, freut mich wenns gefällt, gerne.
Danke für die Rückmeldung.

Saraswati Offline




Beiträge: 4.864

22.08.2008 19:32
#13 RE: unterwegs ... Zitat · Antworten

Lese auch gerne mit,
freu mich auf die Fortsetzung

Saraswati

DieWölfin ( gelöscht )
Beiträge:

22.08.2008 21:42
#14 RE: unterwegs ... Zitat · Antworten

Zitat von batglenn66
danke für den interessanten bericht.




Ja, das dachte ich auch grad...
Schön, daß du uns an deinem Ausflug so nah teilhaben läßt...

Rembrand Offline



Beiträge: 12.696

23.08.2008 14:32
#15 RE: unterwegs ... Zitat · Antworten

Danke schön für Eure Rückmeldungen ...
Gedanken sortieren, das reflektieren fällt mir in den Foren leichter, als wenn ich es für mich aufschreibe ... es ist die Vorstellung von jemandem Gegenüber, die das erleichtert. Nicht jeder in meinem Umfeld ist für derlei Gedankengänge offen ... oder zu haben ... so mache ich es mir einfach ... und schreibe hier und wenn es dann auch noch unterhaltsam ist für Euch, dann um so lieber ...

Diese Reise ist für mich schon deshalb außergewöhnlich gewesen, weil ich fotografiert habe. Erst hatte ich dies gar nicht so recht bemerkt, aber es entsteht ein anderer Bezug ... durch das äußerliche betrachten und festhalten wollen, kam ich nicht so leicht "rein" ... ein hin und her ... innen ... außen .... innen ... außen ... durch das Fotografieren blieb ich mehr im "außen" ... keine Ahnung ob das nachvollziehbar ist was ich meine ... na ja ... so war es halt ...

Saraswati Offline




Beiträge: 4.864

23.08.2008 15:11
#16 RE: unterwegs ... Zitat · Antworten
Zitat von Rembrand
... durch das äußerliche betrachten und festhalten wollen, kam ich nicht so leicht "rein" ... ein hin und her ... innen ... außen .... innen ... außen ... durch das Fotografieren blieb ich mehr im "außen" ... keine Ahnung ob das nachvollziehbar ist was ich meine ... na ja ... so war es halt ...



Kann ich gut so nachfühlen:
Fotos macht man ja, um den gegenwärtigen Eindruck
für eine Zeit danach wieder abrufbar zu machen.
Also geht man schon in Kontakt mit der Zukunft,
möglicherweise mit der vorgestellten Reaktion der Zuschauer...
Das hebelt aus dem Direkterleben aus...

Beim Fotografieren stört mich übrigens,
dass es kaum möglich ist,
den tatsächlichen Eindruck einzufangen.
Während des Versuchs müssen Perspektiven gesucht werden,
die dem, was man "mitnehmen" möchte
am ehesten gerecht werden.
Auch die Farben lassen sich selten
genauso wiedergeben, wie sie erlebt wurden.

Ein geübtes Fotografenauge hat es eventuell leichter
und kann sogar Essenz einfangen
durch geschickte Position, Komposition,
Lichtnutzung ect.
Dies ist aber trotzdem anders,
als einen direkten Spontaneindruck
bildlich zu konservieren...

Eine "Fotostory", die eine Reise
inhaltlich dokumentieren soll
erfordert eventuell das Nachdenken drüber,
was alles aufgenommen werden soll,
um das Wesentliche darzustellen...
Und wieder haut es den Fotografen
aus der Spontaneität des Erlebens raus...

Saraswati

Rembrand Offline



Beiträge: 12.696

23.08.2008 15:14
#17 RE: unterwegs ... Zitat · Antworten


... also Sonntagmorgen ... ein Vollmondsonntag ...
Den ganzen Tag über liefen in mir "Selbstständig" die unterschiedlichsten Mantren. Manchmal laut, meistens begleitend in mir.
Nachdem ich mit den Kaffee gekocht und mein Brot gegessen hatte, machte ich mich wieder auf den Weg zu diesen Hollsteinen. Mal sehen ob ich ne zweite Chance bekomme die den ersten Eindruck zu einem "Annehmbareren" revidieren. In der Begegnung mit Menschen ist das ja nicht ganz so einfach.
Die Steine Stehen auf einer Anhöhe am Dorfrand. Sehr dicht an ihnen grenzen Privatgrundstücke, Wohnhäuser ... der Bewegungsraum um die Steine ist daher sehr eingeschränkt, was ich etwas bedauerte. Auf mich machten sie einen etwas freundlicheren Eindruck als am Abend zu vor ... Die Steine umgibt eine fühlbare Aura. Immer noch ist es so, das ich ihnen nicht zu nahe kommen will, das ich mich bei der Erkundung zurückhalte ... da sind Barrieren ... unsensibel übergehe ich diese und berühre die Felsen dennoch, suche nach Eingravierungen, Muster, Formen, Strukturen ...
Das Feld der Steine wirkt auf mich bis zum Schluß abweisend, nicht einladend ... da wird ein Geheimnis geschützt ...
Welcher Art ... bzw. was dieses Geheimnis ist ... keine Ahnung ...
Auf der nahestehenden Bank genieße ich noch etwas den Morgen, trinke aus meiner Wasserflasche ... höre die geräusche der Kühe in einem der Kuhställe ...
Bedanke mich bei den Steinen und mache mich schon bald wieder auf den Weg ...

In das Frau Holle - Land ... den "Meißner", der eigentlich "Weissner", bzw. "Wissner" hies.

Deutsches Mittelgebirge - Osthessen, nähe zu Thüringen, nördlich der Rhön, südlich vom Harz, bzw. Kyffhäuser.
Feine Gegend ... wenig Industrie, Kohle wird seit langem nicht mehr abgebaut ... Tourismus ist angesagt und für den tut die Gegend viel.

Rembrand Offline



Beiträge: 12.696

23.08.2008 15:44
#18 RE: unterwegs ... Zitat · Antworten


Aus dem Reiseführer:

Frau Holle ist auf der ganzen Welt bekannt. Den meisten ist sie als Märchenfigur der Brüder Grimm in Erinnerung, wo sie als alte Frau mit großen Zähnen dargestellt wurde, vor der sich die Kinder zuerst fürchteten, doch später merkten, dass sie gütig und gerecht war, gute Hausarbeit belohnte, doch Faulheit bestrafte.

Frau Holle war aber noch mehr. Vor der Christianisierung (in spätgermanischer Zeit und im frühen Mittelalter) wurde sie als hohe Göttin verehrt.
Auch bei den Namen Holda (Burchard v. Worms 965-1025), Hulda (ab 10. Jh.), Harke, Gode, Perchta, Helle oder mit der namenlosen „Weißen Frau“ ist stets Frau Holle gemeint.
Weil sie wesensgleich ist mit der nordischen Göttin Freya oder Frigg und auch mit Diana, der Göttin der Jagd (Herolt, 1466) wird vermutet, dass auch das nur andere Namen für Frau Holle sind.

Freya war die Gattin des Germanengottes Wotan bzw. Odin und auch von Frau Holle wird berichtet, dass sie in den 12 Rauhnächten zwischen Weihnachten und Dreikönigstag an der Seite Wotans an der Spitze des „Wilden Heeres“ geritten ist und die Seelen der Verstorbenen des vergangenen Jahres unter den Frau-Holle-Teich gebracht hat, damit sie wiedergeboren werden.

(Rembrand fügt hier ein: "wiedergeboren werden" - Worte aus deutschen Landen, nicht aus Asien!! Das "Wilde Heer" erinnert mich an das seltsame "Gefolge" des indischen Gottes "Shiva" ... auch sind Abbildungen "Shivas" denen Wotans sehr ähnlich, nämlich dann, wenn "Shiva" als "gehörnter" in Erscheinung tritt. ... hat natürlich auch ähnlichkeiten mit den kirchlichen Abbildungen des gehörnten Devils, Teufels ... eventuell hat der Teufel auch daher seine Hörner ... )



Aus dem Frau-Holle-Teich am Hohen Meißner trägt Frau Holle die kleinen Kinder hervor, erzählt die Sage.

So schließt sich dort der Kreis des Lebens.


Am Frau-Holle-Teich soll der Eingang zu ihrem unterirdischen Reich sein.
Dort soll –in unermesslicher Tiefe –auf dem Grunde des Teiches ihr silbernes Schloss stehen. Hin und wieder ertönt daraus silberhelles Glockengeläut, das freilich nur Sonntagskinder hören können, behauptet der Volksmund.

Und wenn Frau Holle die Betten schüttelt, dann schneit es auf der Erde.


Die Wissenschaft ist sich nicht einig, wie sie Frau Holle einstufen soll.

War sie ein Naturdämon (Rembrand fügt hier ein: Dies soll Martin Luther, der ja in der Nähe wohnte, gesagt haben, er sprach wohl von einem Langzähnigen Naturdämon) oder doch die „Magna Mater“, die Große Erdmutter, Göttin der Fruchtbarkeit, „Spenderin des Werdens, des entstehenden Lebens“, zuständig für Sonne, Regen und Wind?

Volkssagen lassen sie als ein höheres Wesen auftreten, das den Menschen freundliche Ge-sinnung beweist und nur dann zürnt, wenn es Unordnung im Haushalt wahrnimmt.


Mit der Christianisierung wurde versucht, Frau Holle durch andere Heilige (z.B.Walpurga) zu ersetzen und so aus den Köpfen der Menschen zu ver-drängen. Martin Luther stellte sie wie ein Hexenweib und mit hässlicher „Potznasen“ dar.


In einem Schriftstück von 1641 wurde von einer Erscheinung am Frau Holle-Teich berichtet, bei der sich eine junge schöne Frau mittags badend in der Mitte des Teiches zeigte, aus dem Wasser erhob und sich dann wieder auflöste.

(Rembrand eingefügt: alos nicht mitten in der Nacht, schlag 12 Uhr oder so ähnlich ... sondern mitten am Tag, High Noon ... )

Dieser Gestalt nachem-pfunden, schnitzte Künst-ler Viktor Donhauser und
sein Sohn Ilja eine 315 cm
hohe Skulptur aus Ulmen- holz. Das Kissen wurde als Attribut an das be-kannte Volksmärchen Frau Holle hinzugefügt.

Jeder ist herzlich eingeladen, die besondere Stimmung am Frau-Holle-Teich auf sich einwirken zu lassen und sich selbst auf die Suche nach Frau Holle zu begeben oder sich bei einer geführten Wanderung auf den Spuren von Frau Holle zu bewegen. Zahlreiche Orte der Frau Holle sind am Meißner und in seiner Umgebung zu entdecken.

Rembrand Offline



Beiträge: 12.696

23.08.2008 17:30
#19 RE: unterwegs ... Zitat · Antworten
Mein Weg führte mich zum Holleteich.
Der Seltsame Raum hatte sich wohl gezeigt ... jedenfalls, begegneten mir allerlei seltsame Situationen, Menschen ... viele wirkte so seltsam gegensätzlich und paßte so gar nicht zusammen ...
Als ich am Holleteich ankam, war es noch früh, noch vor 10 Uhr, die Natur um den See, ist sehr schön anzusehen ... viele Schilfrohrpflanzen verkleinern den See ... Rotfedern in allen Größen sind im klaren Wasser zu erkennen ... Irgendwo hab ich mal gelesen, das der See "nur" 9m tief sein soll und von einer unterirdischen Quelle gespeißt wird ... zusätzlich ist noch von Menschenhand ein Bach dort eingeleitet worden.
Sehr Unromantisch ist ... der See liegt an einer vielbefahrenen und dadurch sehr lauten Straße. Schade. Dennoch die Vegetation ist sehr vielfältig und schön anzusehen.
Da wo der Bach in den See einmündet, eine mehrstämmige Buche steht, fand ich einen guten Platz für mich ... am gegenüberliegenden Ufer, hinter dem Schilfgras, ist eine große Wiese angelegt ... dort versammelte sich eine größere Menge Menschen ... sehr eigenartig, sie waren sehr laut, Männer wie Frauen gleichermaßen ... ich war ein wenig an Sankt Goarshausen am Rhein erinnert, wenn Frauen zuviel Wein getrunken haben, können sie ein sehr aufdringliches Lachen bekommen und ihre Männer beginnen dann heldenhaft laut, zotiges Zeug von sich zu geben und man wünscht sich, das sie bald in ihren Bus steigen und weiterfahren ... diese Leute blieben ... ich fragte mich, warum sind die nicht in die Kirche gegangen? ... ich beschloß weiter in den Wald zugehen und der Geräuschkulisse zu entfliehen ...
Es ist Sonntag ... lauter Ausflügler ...
Ich entscheide mich für den Rundwanderweg: 6, 7,5km, denke okay, und gehe ...
Er fing auch sehr schön an ... desdo höher ich kam, desdo mehr fehlte mir der Wald, breitflächige Sturmschäden haben den Wald stark mitgenommen ... Einem Hinweisschild zur Bergjause folgend ... da Wurden die Sendemasten deutlich sichtbar ... war in der Zeit, als es noch ne Dedere gab ... die hatten ja ihr Freimaurersymbol auf der schwarz-rot-goldenen Flagge, ein Sender zum propagieren. Am Tor steht "Hessischer Rundfunk". Irgendwie wurde ich sehr dumpf im Kopf ... da war dann auch gleich das Warnschild für "Elektromagnetische Strahlen" ... trotzdem ging ich weiter, bis zur Jausestation ... was trinken ... .
Da waren viele erwachsene Kinder mit Ihren Eltern und deren Enkel eingekehrt. ... Schaute um mich ... das Lokal war voll, alle am essen ... ich wollte nur was trinken ... die Landschaft die man durch die Fenster sieht, ist wunderschön ... Der Cowboy J. Wayne hätte gesagt: "dies ist ein weites Land!" ... und er hätte recht gehabt ... an den Tischen im Lokal, ist es seltsam schweigsam ... dem Essen wird große Aufmerksamkeit geschenkt, als wäre es eine besondere Profession ... Sprachlosigkeit zwischen den Generationen ... die Söhne reden eher mit den Müttern, die Väter blicken schweigend sich um ... die Schwiegertöchter hören gespannt hin, oder orientieren den Nachwuchs ...
Überhaupt haben die Kinder eine Wichtige Funktion, sie "stören" und so können alle ihre Aufmerksamkeit gemeinsam auf sie richten ... viele Gesichter und Körperbewegungen sehen erkrankt aus ... als wären hier viele zur Kur ... eventuell ist das ja auch so ... Bad Sooden Allendorf, Bad Salzungen ... das könnte es sein ... ich halte es nicht mehr länger aus, ich muß raus, gehen ... alles sehr seltsam ...
Mehr oder weniger von dort aus, führt der Rundwanderweg 6, nur an der Straße entlang ... klasse ... auf den Wandertafeln ist das nicht zusehen ... abweichen ist im dichten Wald kaum möglich ...
Am Meißner wurde im Tagebau Braunkohle abgebaut ... und irgendwie fing die Kohle unter der Erde an zu brennen und brennt immer noch ... immer wieder riecht die Luft nach Schwefel ...
Wieder am Holleteich angekommen ... die vielen Menschen von Vormittag waren weg ... einzelne Familien waren nun da ... setzte mich auf eine Bank und aß mein Brot ... was war ich genervt ... wenig geschlafen die Nacht, dann die ganzen seltsamen Ungereimtheiten mit den Menschen ... auch hier beobachtete ich, das die Eltern verbal nicht miteinander kommunizierten, sondern nur mit ihren Kindern, was sie allerdings nonverbal sich mitteilten, ohne das sie es wußten, war für mich schlimm anzusehen ... ich wollte das alles nicht mehr sehen, nahm mir eine Decke, legte mich in die Wiese und schlief ... endlich ...
Als ich wach wurde sammelte ich Blumen, setzte mich an meinen anfänglichen Platz am See und machte eine Puja, Räucherstäbchen, Kerzen, für die Kranken, Sterbenden, Verstorbenen, für die Naturgeister des Sees, für meine Ahnen, ließ sie im Kreis um Mich sitzen, immer sieben Generationen, entweder Väterlicher oder Mütterlicher Seits, alle fasten sich bei den Händen, von meiner linken Hand ausgehend, bis ich es in der rechten Hand spürte, das der Kreis sich schloß ... sang Mantren und gab die Blumen nacheinander in den See. Immer wieder besuchten mich Libellen, auch antwortete mir der Wind, das Schilf, die Blätter ... ... als ich fertig war, war es anders, fühlte sich und fühlte ich mich anders ... besser ... und das war gut so ... es war Nachmittag geworden und ich stieg in den Sharan ... fuhr Mantren singend weiter ... ein Vollmondsonntag im August ...

Rembrand Offline



Beiträge: 12.696

23.08.2008 17:40
#20 RE: unterwegs ... Zitat · Antworten


Saraswati, ich habe Deine Beiträge erst jetzt gesehen, vielen Dank.

Ja es gibt zwei Hölzerne Frau Holle Darstellungen am See. Die eine die Du da eingestellt hast, hat wohl für viel Aufsehen gesorgt ... weil sie wohl zu sexy sei ... na ja, so kann man es auch sehen ... von Bäumen verdeckt steht noch eine von Holzfellern errichtete Figur oder Stehle, ich hab sie leider nicht fotografiert ...
Es nebelt dort gern, schon eine seltsam mystische Gegend ...

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