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Sphäre der Meditation

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Dieses Thema hat 122 Antworten
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 Gegenwärtigkeit
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Rembrand Offline



Beiträge: 12.289

25.05.2012 06:29
#11 RE: ... Zitat · antworten

Zitat von Astroharry
Guru ist ein Lehrer.

Er ist keiner! Er sagt nur die Wahrheit.

Dein Lehrer kannst Du nur selbst sein.
Was soll dir Eckhard Tolle sagen, das Du nicht selbst längst gewusst hast?
Wer soll etwas wissen, wenn nicht Du selbst.
Wenn ein Lehrer etwas weis, was hast Du davon?

Es geht um das Tun, nicht um etwas zu wissen.
Das kannst nur Du


Das ist nun mal die Eigenart eines spirituellen Lehrers, da kann man nichts machen.
Ein Erinnerer von dem was Du als Es schon immer bist, ob mit Kartenspiel oder auch nicht.
Er bringt es sehr klar zur Sprache.
Und wunderschön einfach.
Das Ding ist, es kann nicht getan werden, man kann es nur sein ... lassen.
Es endlich "sein lassen". Aber auch das ist schon wieder viel zu viel getan.

Einige Zitate von ihm können sehr leicht in Meditation führen.
Aber auch das ist nicht getan, es geschieht.

Sterndeuter Offline



Beiträge: 2.583

29.05.2012 17:54
#12 RE: ... Zitat · antworten

Das Wort "Guru" hat für mich einen Beigeschmack von Personenkult. Ich mag es nicht.

Was Tolle vielleicht unterschlägt: Dass ein Mensch in so jungen Jahren plötzlich und ohne speziell geschult zu sein, in den Zustand des erwacht Seins fällt, ist äußerst selten.

Tolle ist da und er ist wichtig.

Ich habe den Eindruck, alle par Jahrzehnte kommt eine oder einer, der uns wieder auf den Weg bringt. Seit Elisabeth Haich ist er der Erste, der mir da aufgefallen ist. Wenn er spricht, trifft er direkt in die Mitte.

Der Unterschied zur Schule von E. Haich ist, dass Tolle vom "Jetzt" Spricht. Haich sprach oft vom "ICH" und hat das "Jetzt" ebenso erklärt, wie Tolle das tut. "Jetzt" und "ICH" sind exakt das Selbe. Ich vermute Tolle vermeidet das "ICH" zu nennen, um es nicht mit dem "Ego" zu verwechseln. Tolle bleibt bei seiner Sprache und kann damit kaum missverstanden werden.

Du wirst bei Ramana Maharishi genau das Selbe nachlesen können. Wenn er aber vom "ich" spricht, meint er das "Ego"
http://www.amazon.de/Gespr%C3%A4che-Weis...a/dp/3778770802
Was so unglaublich ist. Zu seiner Zeit sind Menschen um die halbe Welt gereist, um ihn sehen zu können.
Tolle ist überall präsent.

Es ist verrückt.

Gruß Harry


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Rembrand Offline



Beiträge: 12.289

29.05.2012 21:47
#13 RE: ... Zitat · antworten

Zitat von Astroharry
Das Wort "Guru" hat für mich einen Beigeschmack von Personenkult. Ich mag es nicht.


Dies ist Deine Assoziation zu dem Begriff "Guru". Dafür kann der Begriff selber nichts. Wie diese Bewertung bei Dir entstanden ist, damit hat die Funktion des Guru auch nichts zu tun.
Wann fängt Personenkult an?
Im Westen, speziell durch Impulse der Kirchen, denen das Sonntagspublikum weglief, wurde dieser Titel in den letzten 40 Jahren mit fast allen Medienmitteln diffamiert. Die Kirchen, speziell die katholische, rief die Sektenbeauftragten ins Leben, die mit allerlei Kampangen die Schäfchen halten sollten. Eine Sekte nennt andere Sekten . Soviel Publikum hat sich nach Osten orientiert.

Es gibt da also Gurus die sich der Sprache bedienen. Speziell im Advaita Vedanta gilt es als notwendig, dass man die als Wahrheit bezeichnete Lehre hört und sie reflektiert. Insbesondere bezeichnet „Satsang“ ein Zusammentreffen mit einem spirituellen Lehrer („Guru“, „Meister“), der als „erleuchtet“ oder „erwacht“ gilt.
Der Sinn des Satsangs besteht nicht in erster Linie in der Vermittlung einer „Lehre“ (insofern ist der Begriff „Lehrer“ missverständlich), sondern darin, dass die Schüler durch das unmittelbare Erleben der Präsenz des Lehrers in einer Art Resonanz-Phänomen selbst zur Erfahrung ihrer ursprünglichen Natur gelangen können.
Ist der Meister da, herrscht eine andere Atmosphäre.
Die Systeme gehen in Resonanz. Das bewußtere System führt an ... es entsteht ein Feld. In diesem Feld muss noch nicht mal gesprochen werden.

Tolle Bezeichnet sich selber als einen spirituellen Lehrer.
Er ist selber sehr erstaunt über die weltweite Resonanz auf seine Bücher und auf seine Satsangs.
Sympatische Bescheidenheit. (Auch seine Ähnlichkeit mit Alfred E. Neumann)

Seit den 90igern tauchten verstärkt die westliche Advaita-Lehrer auf die vom Einen ohne ein Zweites sprachen.
http://www.satsang.de/Deutsch/Referenz/referenz.html Hier sind die Links nach Personennamen in alphabetischer Reihenfolge sortiert.
Bei einigen bin ich gesessen. Nicht alle arbeiten mit Sprache. Tolle arbeitet mit der Gegenwart, andere arbeiten mit der Stille, mit der Leere, mit dem Einsamen, mit dem natürlich sein, ... und noch vielen anderen Eingängen.
Manche kucken nur, andere halten Frage-Antwort-Spiele, Vorträge oder schaffen in Ashrams Interaktionsstrukturen in denen sich alle möglichen EGo-Muster zeigen. Manche sind witzig ...

Den Tolle find ich toll, wie er mit Sprache umgeht.

Ich mag aber auch den hier http://www.karlrenz.com/ nicht immer ...
oder den hier http://www.om-c-parkin.de/de/deutsch/home/
http://www.satsang-mit-karim.de/cms/website.php


Dieser hier darf nicht fehlen bei solchen Auflistungen.
http://www.marschler.at/worte-nisargadatta.htm



Ich bin heute auch sehr froh das die aufgetaucht sind.
Damals hatte ich tüchtig gegen sie protestiert.

TAOHF Offline




Beiträge: 4.053

29.05.2012 23:26
#14 RE: ... Zitat · antworten

Ich für mich kann nur sagen,
das mich "E.T."`s Worte direkt und indirekt (be)treffen und wirklich berühren.

Einige "Worte" werden mir da in der Bedeutung unvergessen bleiben.
Danke für`s >hier< einstellen.

Sterndeuter Offline



Beiträge: 2.583

01.06.2012 17:45
#15 RE: ... Zitat · antworten

Zitat von Rembrand

Es gibt da also Gurus die sich der Sprache bedienen. Speziell im Advaita Vedanta gilt es als notwendig, dass man die als Wahrheit bezeichnete Lehre hört und sie reflektiert. Insbesondere bezeichnet „Satsang“ ein Zusammentreffen mit einem spirituellen Lehrer („Guru“, „Meister“), der als „erleuchtet“ oder „erwacht“ gilt.
Der Sinn des Satsangs besteht nicht in erster Linie in der Vermittlung einer „Lehre“ (insofern ist der Begriff „Lehrer“ missverständlich), sondern darin, dass die Schüler durch das unmittelbare Erleben der Präsenz des Lehrers in einer Art Resonanz-Phänomen selbst zur Erfahrung ihrer ursprünglichen Natur gelangen können.
Ist der Meister da, herrscht eine andere Atmosphäre.
Die Systeme gehen in Resonanz. Das bewußtere System führt an ... es entsteht ein Feld. In diesem Feld muss noch nicht mal gesprochen werden.


Viele gehen hin, um sich von den "Resonanzen" berieseln zu lassen.
Das ist Personenkult.

Dass es "Resonanzen" gibt - Ramana Maharishi spricht von der Gnade durch den Lehrer - ist eine Information, die, wenn einmal ausgesprochen, zu Personenkult führen muss.

Ist das mal raus, will jeder etwas von diesem Kuchen haben. Alle laufen hin. Die Lehre und die Inhalte bleiben auf der Strecke. Wenn sowas mal um sich greift, ist es wie Öl ins Feuer.

Yesudian hat das sofort abgeblockt. Wenn man zu ihm gesagt hat, er sei ein Guru, erwiderte er: "Ich bin nur ein Kän-guru, das von einer Stadt in die andere Hüpft um Yoga Unterricht zu geben."

Das mit der "Resonanz"; vergiss es besser wieder!
Nicht die Kirche hat das erfunden.
Man kann es beobachten.
Ich will aber deiner Abneigung der Kirche gegenüber gerne zugestehen, dass die Kirche immer Personenkult um ihre Päpste gefördert haben.
Dennoch ist es so, dass es nicht die Kirche ist, die Personenkult betrieben, sondern die Gläubigen.

Gruß Harry

Rembrand Offline



Beiträge: 12.289

01.06.2012 19:22
#16 RE: ... Zitat · antworten

Hm ...
da werden wir uns wohl nicht so schnell einig werden.
Yesudian wird seinen Grund gehabt haben, so zu handeln, wie er gehandelt hat. Das was Du beobachet hast, ist dass was Du beobachtet hast. Und irgendwas ist dann auch interpretiert worden.

"Resonanz" ist nicht gleich "Berieselung" !!!

"Berieselung" ist eine Bewertung.
Wahrscheinlich meinst Du damit sowas wie ein passives Konsumverhalten, ähnlich wie Gottschalk im TV gucken, dazu noch als Ergänzung Chips und Bier.
Könnte sein, warum nicht.
Ich ahne, es ist eine andere Zielgruppe, aber auch diese Ahnung muss nicht wahr sein.

Vielleicht setzt Du Dich einfach mal beim "E.T." in einen Satsang rein und erfährst mal was da so geschieht. Ob da Berieselung wirklich möglich ist? Eventuell entsteht eine Ahnung von dem was ich mit "Resonanz" meine. Ein Sprecher ist nur so gut, wie ihn die Gruppe durch ihre Aufmerksamkeit Energie gibt und er im Fluss ist, Informationen aufnahmefähig abzugeben. Der hat da weniger ein Vortragskonzept welches er von Kärtchen, Flipcharts oder ähnlichem ablesen kann. Das was die Gruppe bereit ist aufzunehmen, kann er zur Sprache bringen. Es ist ein größeres Interaktionsgeschehen. Da geschieht nicht nur kognitiv etwas.

Die Gläubigen sind es ... stimmt!!
Wie jemand mit den gegebenen Informationen umgeht, bzw. was sie in ihm auslösen, ist eine sehr individuelle Sache.
Der Gläubige ...
Er kann sie ... die Informationen ... ein Lebenlang bei jeder Gelegenheit zitieren oder nach Vergleichen suchen ... nach dem Motto: "Karl-Heinz hat damals das und das gesagt ... das ist so ähnlich wie es Rabarba sagt/sagte ... d.h. hat er sicherlich recht." Oder so ähnlich verfahren.
Die Autoren immer wieder vor sich hertragen, und immer wieder wie eine Gebetsmühle ihre Worte bemühen, (Bibelfest?)(Autorenfest?).
Dieses Verhalten kommt für mich einem Personenkult schon sehr nahe.
Für den einen oder anderen ist ein solches Handeln sehr wichtig für seine Entwicklung, auch wenn er es sein ganzes Leben lang so handhabt, es ist wichtig für seine Orientierung, und wenn er es so machen muss, dann ist das Gut für ihn.
Wozu bewerten?
Gut, manchmal langweilt das dauernde nachplappern, aber es ist doch okay, wenn es für den gut ist.

Sterndeuter Offline



Beiträge: 2.583

02.06.2012 23:12
#17 RE: ... Zitat · antworten

Ich kann deine Erfahrungen nicht teilen, daher ist es ok, dass wir da Unterschiede in der Auffassung haben.

Ansonsten kann ich deine Auffassung teilen. Den Papst wird es geben, solange es Gläubige gibt. Beide bedingen einander.

Gruß Harry

Rembrand Offline



Beiträge: 12.289

03.06.2012 08:37
#18 RE: ... Zitat · antworten

...

Okay ...

Chakowatz ( gelöscht )
Beiträge:

04.06.2012 02:31
#19 RE: ... Zitat · antworten

Zitat von Astroharry
Den Papst wird es geben, solange es Gläubige gibt. Beide bedingen einander.



Und selbst Gott wird es geben,
solange es Gläubige gibt.
Beide bedingen sich einander.

Früher gab es viele Götter,weil es Gläubige gab die an viele Götter glaubten,
dann fiel der Glaube an die vielen Götter,
und sie verschwanden.
Der neue und eine Gott kam hervor,weil es Gläubige gab die nur noch an den einen Gott glaubten.

Sterndeuter Offline



Beiträge: 2.583

04.06.2012 17:45
#20 RE: ... Zitat · antworten

Und daher ist die intelligenteste Antwort auf die Frage, ob man an Gott glaube: "An welchen?"

Was den Katholizismus betrifft, soll Friedlich Nietsche gesagt haben:
"Gott ist tot und ihr habt ihn umgebracht"
http://www.dober.de/religionskritik/nietzsche1.html

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