Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden  
Sphäre der Meditation

Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 36 Antworten
und wurde 3.075 mal aufgerufen
 Kundalini
Seiten 1 | 2 | 3 | 4
Christian ( gelöscht )
Beiträge:

26.06.2008 11:58
#31 RE: @saraswati Zitat · Antworten
Zitat von clarissa
In Antwort auf:
probier doch auch mal andersherum, wenn Du magst.)

habe ich gerade mal so spontan am pc probiert.
kann es sein, dass die energien bei mir freier flließen, wenn ich CHI vorne hochziehe, und hinten abfließen lasse.
Anderenfalls (vorne abfließen) blocke ich im solarplexus...

gibts dafür eine erklärung??
oder NUR wahr-nehmen?
lg clarissa

ich habe mir gerade deine beschreibung ausgedruckt und nehme sie am Samstag mit in die Ferien.
christian,sach mal,kommse auch aussem ruhrpott
oder machse nur so?
In Antwort auf:
Da wird dat schööön erklärt.



Hallo Clarissa,
Du, ich fühle mich als Rheinländer, bin in Aachen geboren und lebe in Belgistan 5 Minuten vom 3-Länder-Eck D-B-NL entfernt. Also, ich hab ne "Schnauze", wenn Du das meinst.

Wegen der Drehrichtungen: das ist schon normal so, daß es in die eine Richtung innerlich besser geht als in die andere Richtung (übrigens: nicht "hochziehen", sondern beobachten, wie es hochsteigt, wie in einer Wassersäule). Man kann ja zweierlei beobachten, egal wie herum man nun die Energie "dreht" oder auch einfach nur das Drehen beobachtet: einerseits gibt es dort ein Aufsteigen von Energie (Yang), auf der anderen Seite des Körper gibt es andererseits ein Absteigen der Energie (Sinken, Yin). Die Absteigende Energie muß im Grunde ja aufgenommen werden, die Aufsteigende Energie muß im Grunde ja freigelassen werden, damit sie sich nach oben entfalten kann. Und der Atem ist derjenige Faktor, der das ganze im Körper transportiert. Die Absicht mit der eigenen Aufmerksamkeit das Auf- oder Absteigen zu beobachten ist im Grunde ausreichend, um das im stillen Sitzen zu spüren.

Man kann auch mal so versuchen: einfach mal den Kreislauf wie er ist vergessen. Und auch den Atem, wie er da so den Körper innendrin bewegt einfach vergessen. Und dann nur mal die Absicht entwickeln, vorne wie hinten wie seitwärts wie innendrin die aufsteigende Energie zu spüren, oder die absteigende. Die aufsteigende Energie Yang strebt natürlicherweise in den Himmel- das dient der Aufrichtung. Die absteigende Energie Yin strebt natürlicherweise in die Erde - das dient der Füllung und der Konsistenz des Körperempfindens ("Erdung"). Hilfreich ist bei alledem, das Kinn gaaanz leicht- nur 2 mm - nach hinten zu nehmen, damit der Kopf nicht vor, sondern auf dem Körper stehen kann. Ob die Augen dabei geschlossen sind oder geöffnet ist egal.

Wichtig beim Sinken: alles sinkt im Innen, aber das Aussen (der Körper selber) bleibt aufrecht und sinkt nicht. Höchstens die Schultern sinken etwas. Der Körper richtet sich sogar auch beim Sinken dadurch auf, daß sich innendrin alles konsolidiert. Wie ein Gefäß füllt sich das Äussere (Körper) von unten nach oben mit dem, was innendrin bis zur Wurzel hinunter sinkt. Nur: das Gefäß wird nie starr. Die Haut ist ja auch nicht starr, zum großen Teil bestehen wir ja sogar aus Wasser. Man kann sich das Gefäß eher wie einen Sack vorstellen, den man mit Wasser füllt. Und in diesen Sack sinkt alles hinein, von den Haaren oben am Kopf angefangen über das Gesicht und Kinn, den Nacken und Hals, den Schultern und Armen bis in die Hände hinein, der aufrechte Torso- alles sinkt, sinkt, sinkt. Als wenn man todmüde wäre, aber man ist hellestwach!
Beim Aufsteigen ist es andersherum, hier lohnt es sich unten am Körper zu beginnen, an der Basis, und von dort aus das Aufsteigen zu beobachten und die Sammlung, die dann geschieht. Übt man den großen Kreislauf im Stehen, dann beginnt man natürlich an den Fußsohlen. Man kann auch am Erdmittelpunkt beginnen, aber das ist vermutlich eine Übung für Fortgeschrittene, weiß ich nicht.


So, und wenn man Aufsteigen kann und Absteigen separat geübt hat, dann kann man auch deutlich besser die Kreisläufe üben. Denn man hat die Qualität dessen, was man beobachten möchte (Aufsteigen und Absteigen) am ganzen Körper zu beobachten gelernt. Und vermutlich hat man bei dieser konzentrierten Übung dann auch die Stellen im Körper festgestellt, die nicht mitmachen möchten: sei es das Becken, das nicht ganz gerade ist und sich nicht fallen läßt wie ein Wassersack, damit das Schambein sich entspannt und so beide Hüften parallel nebeneinander zu Liegen kommen. Sei es der Solarplexus, den man einzieht, weil man zu sehr in den vorderen Brustraum atmet und dort beim Ausatmen dann einsinkt und den Magen dadurch mit jedem Atemzug nach hinten-innen verdrängt. Sei es eine Schulter, die nicht ganz richtig aufgehängt ist oder ein Wirbel, der verdreht ist. Durch das abwechselnde Aufsteigen-Lassen und Absenken der Energie kann man all diese Kleinigkeiten aufspüren und die Lockerung durch den Atem (Chi) ermöglicht dann, solche Fehlhaltungen ebenfalls "fallen zu lassen" (zu entspannen in der Aufrichtung.).

Wichtig ist, nie starr zu werden und dort, wo man blockiert, die lösende Bewegung zuzulassen, die sich immer ergibt. Es ist ein bißchen wie Sudoku. Immer im Fluß bleiben, wie eine Weide im sanften Sommerwind diejenige Stelle suchen, in der die Bewegung stattfindet. Und nix erzwingen - einfach nur den Atem lassen wie er ist und sehen, daß er aufsteigt und absteigt, letztlich ohne dies zu kommentieren oder etwas zu interpretieren, was dies bedeute oder auslöse. Wie ein Kind einfach nur atmen. Staunen über jeden Atemzug... ohne zu wissen, daß es ein Atemzug war. Letztlich. Staunen wie ein Kind reicht, wacher kann man eh nicht werden.

Wichtig: beim Ausatmen immer das Strahlen in der Brust bewahren, dann kann auch kein Solarplexus blockieren. Und das Innere des Beckens im Blick behalten.

Einen schönen Urlaub !n

Christian ( gelöscht )
Beiträge:

26.06.2008 12:10
#32 RE: @clarissa Zitat · Antworten

was auch noch ein Grund dafür sein kann, daß der Solarplexus nicht kommt, ist Folgendes: die Energie, die hinten herunterfließt neigt dazu, unten-hinten aus dem Popo heraus zu fallen. Die Reiter sagen zu dem, was man machen muß so: "das hintere Deckelchen schließen".
Das Deckelchen ist offen, wenn die Lendenwirbelsäule im Hohlkreuz gehalten wird, denn dann zeigt das untere Ende der Wirbelsäule hinter den Körper. So kann keine Energie über das Kreuzbein in Richtung Damm wandern und dann vorne hinaufsteigen, sondern sie plumpst hinten auf die Erde. Säße man auf einem Pferd, würde das Pferd leider rückwärts gehen.
Die Lösung ist, das Becken etwas nach hinten-unten zu rollen, ohne daß der Bauchraum dadurch eingeengt wird. Es ist, als ob man mit dem Damm ein Pferd, auf dem man sitzt, nach vorne schieben würde. Man kann dann spüren, wie die hinten herunterperlende Energie im Körper verbleibt und nicht mehr hinten aus dem Deckelchen hinausfließt. Die Beine bekommen dadurch auch mehr Bewußtsein, denn die Leisten können sich mit einer so "gesetzten" Lendenwirbelsäule entspannen. Der Solarplexus müßte sich nach ein paar Atemzügen in dieser begradigten Haltung dann eigentlich völlig lösen.

clarissa Offline



Beiträge: 152

26.06.2008 19:23
#33 RE: @christian Zitat · Antworten

boah!
Hast du viel geschrieben!!
ganz herzlichen DANK!
aber das krieg ich vor den Ferien nicht mehr intus!
außerdem habe ich den eindruck,dass ich mir soviel Druck mache,wenn ich das ALLES beachte, dass ich nocjh verkrampfter bin ..
ich habe etwas schlechtes gewissen,w eil du soo ausführlich geantortet ahst und ich das alles gar nicht verwerten kann,manno...
cést la vie!
aber es ist ja nicht nur für mich!

lg clarissa

Christian ( gelöscht )
Beiträge:

27.06.2008 00:10
#34 RE: @christian Zitat · Antworten

Zitat von clarissa
boah!
Hast du viel geschrieben!!
ganz herzlichen DANK!
aber das krieg ich vor den Ferien nicht mehr intus!
außerdem habe ich den eindruck,dass ich mir soviel Druck mache,wenn ich das ALLES beachte, dass ich nocjh verkrampfter bin ..
ich habe etwas schlechtes gewissen,w eil du soo ausführlich geantortet ahst und ich das alles gar nicht verwerten kann,manno...
cést la vie!
aber es ist ja nicht nur für mich!

lg clarissa



Du mußt wissen, ich schreibe schnell. Seeeeehr schnell. Daher ist es nicht wirklich viel. Und was man gelesen hat, das ist in einem drin. Oft kommt es ja genau dann hoch, wenn man es gerade benötigt. Oder es ergibt sich automatisch, ohne daß man sich an das Gelesene erinnert. Wenigstens geht mir das immer so.

Also auf jeden Fall einen schönen Urlaub.

Saraswati Offline




Beiträge: 4.864

27.06.2008 10:07
#35 Tu mo Zitat · Antworten

Beim "himmlischen Kreislauf" geht es jedenfalls,
wie sich in deinen Erklärungen bestätigt,
um Energielenkung durch Meridiane...
Taucht in mir die alte Frage auf:
Wie ist das mit Ida und Pingala
und Shushumna in der Mitte?
Haben die nun Entsprechung im Meridiansystem,
oder tun sich, je nach Aufmerksamkeit,
da verschiedene Kanäle auf??

Saraswati

TAOHF Offline




Beiträge: 4.222

20.08.2016 01:27
#36 RE: Tu mo Zitat · Antworten

Das sind doch einfach bekloppte Fragen, oder ?

"Heute" sind wir einfach schlauer.

TAOHF Offline




Beiträge: 4.222

20.08.2016 01:28
#37 RE: Tu mo Zitat · Antworten

Aber diese Fragen stellen sich natürlich... Immer noch...Und immer wieder...

Seiten 1 | 2 | 3 | 4
 Sprung  
Saraswati

Atlantis
Grenzenwissenschaften & Baum des alten Wissens
GreenBonoboLand
Xobor Erstelle ein eigenes Forum mit Xobor