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Sphäre der Meditation

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Dieses Thema hat 17 Antworten
und wurde 2.956 mal aufgerufen
 jüdische Mystik/ Kabbala
Seiten 1 | 2
Die Moira Offline




Beiträge: 1.345

25.01.2011 07:09
Tarot des Golden Dawn (Robert Wang) Zitat · Antworten

Vor 2 Tagen habe ich überraschend von einer Freundin
dieses Tarotdeck geschenkt bekommen...

Sie hatte sich das vor Jahren gekauft und dann nie benutzt...
Beim Ausmisten fiel es ihr die Hände...

Welch "Zufall" daß ich ja schon länger überlegte,
mein Rider/Waite zu ersetzen...
das nun nach fast 20 Jahren Gebrauch
schon lange unbenutzt bei mir im Schrank liegt...
direkt neben dem Aleister Crowley Deck,
das ja noch ganz jungfräulich ist...
weil ich dazu keinen Zugang bekomme...

Bisher war mir aber kein passendes Neues "über den Weg gelaufen"
und siehe da: Da ist es nun...

Die Erörterungen dazu lesen sich schonmal sehr interessant...
und die Karten sind sehr ansprechend...

Was ich gut finde:
Bei dem Deck sind 2 "Karten" dabei,
die die Kabbalah (alle Wege darin) grafisch mit den Karten verknüpfen...
außerdem sind dort noch verschiedene Symbole eingearbeitet...
ich vermute, daß es sich um hebräische Buchstaben handelt,
weiß es aber nicht genau...

Die nächsten Wochen werde ich mich intensiver mit diesem Deck beschäftigen...
der erste Eindruck ist schonmal sehr positiv...

Kennt irgendwer dieses Tarot Deck?

Gruß, die Moira

Gruß, die Moira...
_____________________________________

Es gibt nichts, was es nicht gibt....

Sterndeuter Offline



Beiträge: 2.583

25.01.2011 10:59
#2 RE: Tarot des Golden Dawn (Robert Wang) Zitat · Antworten

Die Tarot Decks stammen doch alle hiervon ab
http://www.albideuter.de/html/m4-burdel_6.html
Es ist das älteste Deck. Mein persönliches Vertrauen, den Abänderungen gegenüber ist sehr gering.
Am Ähnlichsten ist dieses Deck
http://www.albideuter.de/html/wirthnochneuer2007_15.html
Es gibt davon auch eine besser gemalte Version
http://www.albideuter.de/html/wirth_moderno.html
Die aber schon wieder verändert wurde
http://www.albideuter.de/html/wirth_moderno_1.html
(Warum der Magier sein Maul offen haben muss, weis ich auch nicht.)
Der Magier sollte eigentlich den hebräischen Buschtaben Aleph darstellen
http://www.albideuter.de/html/wirthnochneuer2007_1.html
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1b/Aleph.jpg
Der Blick ist nach rechts gewandt. Das zeigt, dass der Magier in die Außenwelt blickt.

Wir haben drüber schon in der Pyramide ausführlich diskutiert:
http://51719.dynamicboard.de/f51-Das-Tarot.html
Vielleicht findest Du Infos, die Dir weiterhelfen.

Was ist denn so Besonderes an diesem Deck.
Du kannst ja einen Scan von den Zeichen, die Du nicht kennst, hier reinstellen. Ich kann einwenig Hebräisch.

Gruß Harry

Die Moira Offline




Beiträge: 1.345

25.01.2011 13:33
#3 RE: Tarot des Golden Dawn (Robert Wang) Zitat · Antworten

Zitat von Astroharry
Die Tarot Decks stammen doch alle hiervon ab
http://www.albideuter.de/html/m4-burdel_6.html


Du stellst das als ununstößliche Tatsache hin...
daß dies das älteste Tarot sei...
Dabei sind sich nicht mal Experten einig, welches das ursprünglichste ist...
da vieles früher nun mal eher mündlich überliefert wurde...
insbesondere solches Wissen...

Allerdings fußt auch das Golden Dawn wohl auf diesem Tarot...

Zitat
Der Magier sollte eigentlich den hebräischen Buschtaben Aleph darstellen
http://www.albideuter.de/html/wirthnochneuer2007_1.html


Hm...
In den Erläuterungen zum Dawn steht folgendes:
Die früheren Decks hätten keine Beziehung zu den 22 Buchstaben des hebräischen Alphabets gehabt...
Erst Levi erklärte dann daß jede Trumpfkarte einem hebräischen Buchstaben und somit einem Pfad des Lebensbaumes entspräche...
Levi setzte den Buchstaben Aleph zum Magier in Beziehung
Seine Begründung sei gewesen, daß die Haltung der Figur in den alten Decks wie ein Aleph aussähe...
Diese Begründung hält der Autor Wang für lächerlich...
vor allem auch deshalb weil Levi den Narren statt an den Anfang des Decks...(0)
zwischen Gericht und Universum plazierte...
Die Begründer des golden Dawn argumentieren, daß der Narr an den Anfang gehört
und daß nicht der Magier Aleph entspreche sondern eben der Narr...
Dem Magier wurde die Zahl 1 und der 12.Buchstabe Beth Path zugeordnet...

Waite übernahm die Zahlenfolge des Golden Dawn,
nicht aber die Zuordnungen zu den hebräischen Buchstaben...
und veränderte wohl auch sonst noch so einiges...
was mir zuletzt eben immer mehr mißstimmig erschien,
insbesondere seine Änderung bezüglich der 8. und der 11. Karte...

Zitat
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1b/Aleph.jpg
Der Blick ist nach rechts gewandt. Das zeigt, dass der Magier in die Außenwelt blickt.


http://www.albideuter.de/assets/images/3...he_Magician.jpg
Der Magier in diesem Deck scheint eher nach innen zu blicken...
er wirkt fast, als meditiere er...
Die Hände am Wurzelchakra
vor ihm auf dem Tisch liegen seine Werkzeuge...

Zitat
Wir haben drüber schon in der Pyramide ausführlich diskutiert:
http://51719.dynamicboard.de/f51-Das-Tarot.html
Vielleicht findest Du Infos, die Dir weiterhelfen.



Ich weiß...
was mich aber nicht daran hindert,
das Thema Tarot nun hier nochmal aufzugreifen...

Zitat
Was ist denn so Besonderes an diesem Deck.
Du kannst ja einen Scan von den Zeichen, die Du nicht kennst, hier reinstellen. Ich kann einwenig Hebräisch.

Gruß Harry


Nun, das Besondere daran ist erstmal,
daß ich es überraschend geschenkt bekam...

Ich schaue mal, wann ich mich näher mit meinem neuen Deck beschäftigen kann...
und möchte...

Gruß, die Moira...
_____________________________________

Es gibt nichts, was es nicht gibt....

Chakowatz ( gelöscht )
Beiträge:

25.01.2011 23:56
#4 RE: Tarot des Golden Dawn (Robert Wang) Zitat · Antworten

Zitat
den Narren statt an den Anfang des Decks...(0)
zwischen Gericht und Universum plazierte...



Ich bin der Ansicht der Narr läßt sich nicht platzieren,weder an den Anfang noch an das Ende.
Als 0 ist er eh nicht sichtbar präsent,sondern befindet unsichtbar sich zwischen dem Gericht und dem Universum.


Zitat
insbesondere seine Änderung bezüglich der 8. und der 11. Karte...



Darüber habe ich mir auch lange Gedanken gemacht,und bin zu dem Ergebnis gekommen daß die beiden Karten durchaus austauschbar sind wenn man die Karten davor 'Der Wagen' und 'Das Schicksalsrad' betrachtet,beide (Gerechtigkeit und Kraft) sind als Folgekarten möglich.

Sterndeuter Offline



Beiträge: 2.583

26.01.2011 16:46
#5 RE: Tarot des Golden Dawn (Robert Wang) Zitat · Antworten

Zitat von Die Moira

Zitat von Astroharry
Die Tarot Decks stammen doch alle hiervon ab
http://www.albideuter.de/html/m4-burdel_6.html


Du stellst das als ununstößliche Tatsache hin...



Unumstößliche Tatsache? Nein, entschuldige, das nicht. Es ist historische Tatsache.
Wer etwas anderes behauptet, mag recht haben oder auch nicht. Er kann es nicht belegen.
Das meinte ich.

Zitat

daß dies das älteste Tarot sei...
Dabei sind sich nicht mal Experten einig, welches das ursprünglichste ist...
da vieles früher nun mal eher mündlich überliefert wurde...
insbesondere solches Wissen...

Allerdings fußt auch das Golden Dawn wohl auf diesem Tarot...


Golden Dawn, das war eine schillernde Truppe, die im Streit auseinander ging.
Ich weis nicht genau, wer dieses Tarot begründete.

Zitat

Zitat
Der Magier sollte eigentlich den hebräischen Buschtaben Aleph darstellen
http://www.albideuter.de/html/wirthnochneuer2007_1.html


Hm...
In den Erläuterungen zum Dawn steht folgendes:
Die früheren Decks hätten keine Beziehung zu den 22 Buchstaben des hebräischen Alphabets gehabt...
Erst Levi erklärte dann daß jede Trumpfkarte einem hebräischen Buchstaben und somit einem Pfad des Lebensbaumes entspräche...
Levi setzte den Buchstaben Aleph zum Magier in Beziehung
Seine Begründung sei gewesen, daß die Haltung der Figur in den alten Decks wie ein Aleph aussähe...



Ja, das hat Levi so gesehen und Elisabet Haich hat es ungefragt übernommen und erklärt zu jeder Karte die hieroglyphische Bedeutung.

Zitat

Diese Begründung hält der Autor Wang für lächerlich...


Levi hat aber, wie auch E.Haich niemanden kritisiert. Sie haben geschrieben.

Zitat

vor allem auch deshalb weil Levi den Narren statt an den Anfang des Decks...(0)
zwischen Gericht und Universum plazierte...


Was bedeutet für Dich die Zahl 0
Ist sie wirklich der Anfang der Zahlenreihe?

Zitat

Die Begründer des golden Dawn argumentieren, daß der Narr an den Anfang gehört
und daß nicht der Magier Aleph entspreche sondern eben der Narr...
Dem Magier wurde die Zahl 1 und der 12.Buchstabe Beth Path zugeordnet...


Ja, weil sie Magie als etwas Erstrebenswertes ansahen. Desshalb durfte der "MAGIER" nicht an den Anfang.
Es musste der Narr sein. Sie konnten mit der scheinbaren Ohnmacht des Narren nichts anfangen. Er war für sie der naive, der nicht Wissende.
Man sieht das an der Darstellung in Wait Tarot. Wie Naiv und unbedacht ist dieser Narr. Er tappt in den Abgrund ...
Sie wußten nicht, was der "Abgrund" ist, sie kannten die Null nicht und daher brachten sie ihn an den Anfang.

Es gibt 22 Zeichen nicht nur im Hebräischen Alphabet. Es gibt exakt 22 Zeichen im Phönizischen und im Vorgänger des Hebräischen.
Aus diesen 22 Zeichen entstanden ALLE Konsonantenalphabete die es überhaupt gibt! Das ist historisch belegt.
Ist es nicht mehr als seltsam, dass es auch 22 Karten in der großen Arkana gibt?
Levi wußte das noch nicht und Böhme auch nicht, aber er schreibt ... das Hebräische ist der Stamm aller Sprachen.

Die alte Näherung für die Zahl PI ist 22/7. Der Kreis ist die vollkommenste ebene geometrische Figur. Sie hat weder Anfang noch Ende. Der Umfang ist inkommensurabel. D.h. unmessbar, unwissbar, immer transzendent. Die Verbindung zu dieser Unwissbarkeit ist der Durchmesser, oder die 1
Beide stehen im Verhältnis 1:PI, wenn 1 der Durchmesser ist. Die Näherung, die man in der Antike verwandte war 22/7=3,1428...
Die Erbauer der großen Pyramide verewigten Verhältnis zwischen Kreis und Durchmesser in den Maßproportionen dieses Weltwunders.

Was glaubst Du, ist die Null nun ein Anfang oder ein Ende?

Gruß Harry

P.S.:

Zitat von Satroharry

Der Narr ist für mich der Spiegel. Till Eulenspiegel hatte ihn sogar in seinem Namen. Die Aufgabe des Narren an den Höfen war, den König zu erheitern. Er tat das aber traditionell immer, in dem er den Leuten den Spiegel vorhielt. Er zeigte sie also so wie sie wirklich sind.
Jeder Mensch trägt eine Maske, Persona ist griechisch und heißt Durchtönen. Damit benannte man die Masken, die man zum Theaterspielen gebrauchte. Wir spielen also eine Rolle als Person.
Ein Narr aber hat alle Rollen in sich und kann sie perfekt und unverzerrt spiegeln. Alle 21 Karten. Er ist daher unbeschwert, denn er hat alle Probleme gelöst und trägt alles harmonisch sich.
Dass Menschen denen der Spiegel vorgehalten wird sich ärgern und wütden werden ist klar. Daher versuchen sie ihn anzugreifen. Andere wieder vermuten etwas hinter seiner Person und wollen herausfinden was es ist, was dieses Geheimnis ist, das sich hinter seiner Persona verbirgt. Sie wollen ihm die Maske herunterreissen. Es gelingt ihnen nicht und sie werden desshalb noch wütender, bis sie ihn dem Scheiterhaufen übergeben. Oder, wie mit Jesus dem Christus geschehen, Kreuzigen.
Aber auch damit konnten sie diese Narren nicht berühren, denn er hatten längst die Schwelle zwischen Leben und Tod überwunden und war, wie Gustav Meyrink in seinem grünen Gesicht schrieb: "Hüben und Drüben ein lebendiger Mensch" oder wie es Merrel-Wulff formuliert vollkommen gleichgültig angesichts des Todes, denn Tod und Leben sind eins und somit war es völlig egal ob so ein Narr lebt oder stirbt. Zurück bleibt immer nur die NULL.
Als Albertus Magnus sich in seine Zelle einschloss um diese nicht mehr zu verlassen, klopften die besorgten Mönche an seine Zellentüre und fragten: Albert, bist Du noch da?" Er antwortete: "Albert ist nicht mehr hier"

sat naam Offline




Beiträge: 2.106

27.01.2011 02:49
#6 RE: Tarot des Golden Dawn (Robert Wang) Zitat · Antworten

Zitat von Chakowatz
Ich bin der Ansicht der Narr läßt sich nicht platzieren,weder an den Anfang noch an das Ende.
Als 0 ist er eh nicht sichtbar präsent,sondern befindet unsichtbar sich zwischen dem Gericht und dem Universum.


Wir hatten das seinerzeit ja mal ausklamüsert - als du mir diese ansicht mal unterbreitet hast.

Das ganze läßt sich dann auch mit dem östlichen synchronisieren - was den taras entspricht.

Levi hat übrigens recht mit seiner anordnung im Lebensbaum - er muß aber mehr gewußt haben, als er darüber geschrieben hat.
Wenn Wang dem wiederspricht fehlt ihm die entsprechende einsicht in den inneren Zusammenhängen.
Wenn man den Lebensbaum holografisch anordnet, ergibt sich ebenfalls durch die zuordnung von Levi das der Narr die 0 sein muß.

Merkmal eines religösen Fanatikers:
Je größer der Dachschaden, desto besser der Blick zum Himmel

Der Pfad der Erleuchtung, ist ein Holzweg

Chakowatz ( gelöscht )
Beiträge:

27.01.2011 02:51
#7 RE: Tarot des Golden Dawn (Robert Wang) Zitat · Antworten

Zitat
Ja, weil sie Magie als etwas Erstrebenswertes ansahen.



Jepp,man muss dabei berücksichtigen in welcher Zeit der golden Dawn gegründet wurde,nämlich Ende des 19 Jahrhunderts.In dieser Zeit war die Esoertik viel weiter verbreitet als man heute allgemein weiß oder glaubt.Es entstanden viele neue Sichtweisen von denen einige später zu politischen Zwecken missbraucht wurden,wie z.B. die Nazis es mit ihrer Rassentheorie taten.
Es war eine Zeit kurz nach Darwin,die Kirche mit ihren jahrhunderte alten Dogmen geriet in die passivität,so konnte Esoterik Fuß fassen.Aber es ist auch die Zeit der Nationalstaaten gewesen.Es ist die Zeit eines scheinbaren Aufbruches gewesen,so enstanden einige irren esoterische Theorien.


Zitat
Sie konnten mit der scheinbaren Ohnmacht des Narren nichts anfangen.



!!!
(wie auch ,wenn man die damalige Zeit betrachtet !?)


Zitat
Die alte Näherung für die Zahl PI ist 22/7. Der Kreis ist die vollkommenste ebene geometrische Figur. Sie hat weder Anfang noch Ende. Der Umfang ist inkommensurabel. D.h. unmessbar, unwissbar, immer transzendent. Die Verbindung zu dieser Unwissbarkeit ist der Durchmesser, oder die 1
Beide stehen im Verhältnis 1:PI, wenn 1 der Durchmesser ist. Die Näherung, die man in der Antike verwandte war 22/7=3,1428...




!!!

Um die Tarot-Karte 0.Der Narr zu begreifen darf man nicht nur die Null sehen (und schon garnicht die 22) sondern auch den Kreis.

Nicht umsonst ist der Versuch,ein Verhältnis zu schaffen zwischen dem Umfang und Durchmesser des Kreises,etwas unendliches.
Dieses unendliche ist das Resultat des Versuchs ein Verhältnis zu schaffen zwischen dem Umfang und Durchmesser der Ewigkeit.
Und da steckt der Narr drinne.

Als Null ist er nicht fassbar,nicht greifbar (und nicht begreifbar für andere),aber dennoch vorhanden,halt unsichtbar.
Und er ist wirksam;denn ohne 0 könnte aus 1.Der Magier und 0.Der Narr kein 10.Schicksalsrad entstehen,so wie aus 2.Die Hohepriesterin und 0.Der Narr kein 20.das (jüngste) Gericht entstehen könnte.

So wie der Narr und die 0 im verborgenen wirkt,so bleibt Er auch im Tarot verborgen,aber wirksam.
Man könnte ihn mit Essenz vergleichen,obwohl der Begriff Essenz ihm ihn in seiner Gänze nicht gerecht wird.

Chakowatz ( gelöscht )
Beiträge:

27.01.2011 03:08
#8 RE: Tarot des Golden Dawn (Robert Wang) Zitat · Antworten

Zitat von sat naam

Zitat von Chakowatz
Ich bin der Ansicht der Narr läßt sich nicht platzieren,weder an den Anfang noch an das Ende.
Als 0 ist er eh nicht sichtbar präsent,sondern befindet unsichtbar sich zwischen dem Gericht und dem Universum.


Wir hatten das seinerzeit ja mal ausklamüsert - als du mir diese ansicht mal unterbreitet hast.

Das ganze läßt sich dann auch mit dem östlichen synchronisieren - was den taras entspricht.




Eben!

Zitat
Wenn Wang dem wiederspricht fehlt ihm die entsprechende einsicht in den inneren Zusammenhängen.



!!!


Zitat
Wenn man den Lebensbaum holografisch anordnet, ergibt sich ebenfalls durch die zuordnung von Levi das der Narr die 0 sein muß.



Mit dem Lebensbaum habe ich mich garnicht so beschäftigt,
mir reichte das Tarot und vorallem die Große Arcarna um den Narr zu begreifen.
Wenn man die ganzen Abläufe von 1.Der Magier bis 21.Das Universum betrachtet,findet Der Narr darinn keinen Platz,
außer wie schon erwähnt,versteckt zwischen 20.Das (jüngste) Gericht und 21.Das Universum.
Dazu muss man aber die Große in ihrer Gänze sehen und verstehen.Mit Worten ist das leider sehr schwer,wenn der Zugang im Anderen dazu fehlt.

Die Moira Offline




Beiträge: 1.345

27.01.2011 10:42
#9 RE: Tarot des Golden Dawn (Robert Wang) Zitat · Antworten

Hm...

Sowohl Waite als auch Crowley waren Mitglieder im Golden Dawn Zirkel...

Richtig ist, daß Levi wesentlich mehr wußte...
Wang vermutet, daß er extra diesen Fehler einbaute...
weil er davon ausging daß jeder ernsthaft Studierende das sofort durchschauen müsse...
Es war wohl damals nicht unüblich, sondern sogar Norm...
Deutungsinhallte absichtlich zu verschleiern oder falsch darzustellen...
um die "Profanen" von diesen Informationen fern zu halten...
Genau das führte ja zur Auflösung des Zirkels
weil Mitglieder wie insbesondere Crowley damit nicht mehr einverstanden waren...

Sowohl Waite als auch Crowley teilten die Ansichten von Levi zum Narren wohl nicht
und übernahmen in ihren eigenen Versionen die Auslegungen des Golden Dawn...

Der Zirkel der sich zusammen geschlossen hatte,
hatte eigentlich Stillschweigen vereinbart
über die gemeinsam erarbeiteten Inhalte und Bedeutungen...
Ja, der Zirkel brach im Streit auseinander,
nach nur 15 Jahren...
weil einige Mitglieder dazu übergegangen waren,
das Schweigen zu brechen...
wie u.a. Edward Arthur Waite, Paul Case, Israel Regardie und Crowley...

die aber nichtsdestotrotz die Bedeutungsinhalte des golden Dawn ÜBERNAHMEN...
Waite veränderte insbesondere die Hofkarten dahingehend,
daß sie ausschließlich zum Wahrsagen dienen sollten...
darin vermutet Wang einen der Auslöser dafür
daß Crowley später sein eigenes Deck herausbrachte
nicht ohne die Veränderungen von Waite äußerst deutlich zu kritisieren...

Crowley war offensichtlich äußerst empört darüber daß Waite
absichtlich die hohen Prinzipien die im Golden Dawn gemeinsam gefunden wurden
auf so billige und erbärmliche Weise verzerrte...
So zumindest beschreibt Wang es...und beruft sich auf mehrere Bücher
die in dieser Zeit darüber verfaßt wurden

@Harry

Zum Narren fand ich folgendes in Wangs Ausführungen:
Der Narr des Golden Dawn unterscheidet sich von allen anderen Decks
Das Marseiller Deck zeigt einen Mann im Narrengewand, gefolgt von einem kleinen Hund...
Er blickt nach rechts...

Im Dawn pflückt ein Kind eine Rose von einem Busch...,
während ein grauer Wolf von ihm mit der linken Hand an der Leine gehalten wird...
Hiermit wird die Idee der "Torheit" göttlicher Unschuld ausgedrückt, einer Eigenschaft,
die in der Meditation über Aleph in the Book of the tokens sehr schön beschrieben ist:

ICH BIN, ohne Anfang ohne Ende, älter als Tag oder Nacht, jünger als das Neugeborene, heller als das Licht, dunkler als die Dunkelheit, jenseits aller Dinge und Kreaturen und doch in jedem Herzen verwurzelt
(daher die Zuordung zu Aleph)

Der Narr im Golden Dawn ist der "göttliche Narr"...ein nacktes Kind...
pflückt eine gelbe (goldene) Rose--->Symbol für Freude und Stille...
Während es die eine Hand danach ausstreckt...
hält es in der anderen den grauen Wolf an der Leine...
---> Lebensklugheit, die von vollkommener Unschuld in Schach gehalten wird
Die Farben sind fahlgelb, ein fahles Blau und Gelbgrün...
sie deuten die Morgendämmerung eines Frühlingstages an

Diese Bedeutung und Darstellung des Narren
fühlt sich alleine schon dadurch für mich stimmiger an
als einen Mann im Narrenkostüm zu wählen,
weil die Unschuld, Naivität und gleichzeitige Weisheit in einer Person
dabei viel deutlicher zum Ausdruck gebracht wird...
(Sorry, aber ein MANN ist niemals unschuldig...kleiner Scherz)


die Figur des Narren hat mich beim Waite irgendwie schon immer gestört...
JETZT weiß ich auch, WAS mich daran störte
ein Kind ist einfach stimmiger für mich...

Hier mal eine interessante Gegenüberstellung aller Narren aus den unterschiedlichsten Decks
fand das sehr interessant, daß bis auf das Goden Dawn ALLE einen Mann darstellen...
http://www.albideuter.de/html/narr.html


und hier speziell der Narr des Golden Dawn
http://www.albideuter.de/html/gd-00.html


*Moira sich weiter in ihr neues Deck vertieft*


Ach ja...meine persönliche einstellung zum Narren ist die,
daß der Narr eigentlich die Person ist, die die Geschichte der weiteren 21 Karten durchlebt...
wie eine Wanderung...ein Lebensweg halt, der Narr bewegt sich irgendwann mal auf JEDER Position...
der Narr kann die anfängliche naive und doch weise Position immer wieder beliebig einnehmen...
egal wo er sich grad befindet...
er gehört für mich sowohl an den Anfang, als auch ans Ende...
denn BEIDES ist ein und derselbe Punkt im Kreis des Lebens...
Das deckt sich für mich übrigens auch mit den alten Weisheiten der Big Chiefs über die Medizinräder
wo ein Mensch auch im Laufe seines Lebens JEDE Position irgendwann mal einnimmt...
aber das führt jetzt zu weit...


Auf eure Bemerkungen über den Magier komme ich dann noch später zurück...
RL ...ruft...

Gruß, die Moira...
_____________________________________

Es gibt nichts, was es nicht gibt....

Sterndeuter Offline



Beiträge: 2.583

27.01.2011 12:59
#10 RE: Tarot des Golden Dawn (Robert Wang) Zitat · Antworten

Hi Moira,

das was der Narr im Golden Dawn sein sollte, kommt mir eher an die Karte "Die Welt" heran.
http://www.albideuter.de/html/welt.html
E.Haich schreibt, dass der Narr die äußere Seite der "Welt" sei. Der Narr ist also so, wie die Menschen ihn sehen.

Das hier entspricht nach meinem Dafürhalten noch am ehesten dem, wie die Karte ursprünglich gemeint war.
http://www.albideuter.de/html/via-00.html
Die Symbole des Löwen und der Schlange sind da. Er hat beide unter sich gebracht. Obwohl ich mit dem Rest der Karten dieses Deckt nicht viel anfange.

Je älter die Karten werden, umso ählicher werden sie einander.
Das legt nahe, dass es eine Vorlage gegeben hat.

Ich glaube, dass Golden Dawn nur Verwirrung stiftete. Die Rosenkreuzerorganisationen sind m.E. nur Nachahmungen der echten RC.
Diese haben sich nie organisiert. Ich halte die Mitglieder des Golden Dawn für unwissende Wichtigtuer. Aber ich lasse mich auch gern vom Gegenteil überzeugen. Vielleicht waren ja auch andere dabei. Weis ich nicht so genau.
Wenn mir z.B. einer diese Zeichnung erklärt, dann glaube ich, dass er RC ist.
http://digicoll.library.wisc.edu/cgi-bin...meFiguren&isize=

Die Karte, die sich m.E. durch alle Tarotkarten hindurchzieht ist der Magier. Wenn diese Karte das Selbstbewußtsein bedeutet, wie E.Haich schrieb, dann ist dieses natürlich die Grundlage aller Karten, wie die 1(Eins) Teil aller Zahlen ist. Es wird auch klar, warum sie etwas mit Aleph zutun hat. Aleph zeigt die Verbindung des Oberen mit dem Unteren, also Die Verbindung zw. Geist und Stoff und diese Verbindung ist das Bewußtsein. Der Magier verbindet also Geist und Stoff miteinander. Er tut das ja auch mit seiner Haltung. Die eine ist nach Oben gerichtet und hält den Zauberstab in der Hand, die Andere berührt die Münze.

Im Raiders Tarot hält der Magier seine Rechte nach oben. Diese ist aber die Gebende und wir sind dem Geist gegenüber die Empfangenden. Das ist ein lustier Lapsus, der die umgekehrte Arrogante und dem Geist gegenüber blockierende (schwarzmagische) Haltung offenbart. Leider hat diese Karte all ihre Wirkung verloren, ja sie wirkt eigentlich dem Geistigen gegenüber blockierend. Das scheint mir für Golden Dawn symptomatisch zu sein.

Ich hätte mich nie mit soetwas wie Tarot befasst, hätte ich nicht das Buch von E.Haich gelesen. Im Grunde verstehe ich nichts davon und am Wahrsagen habe ich kein Interesse.

Für mich sind die Parallelen der Karten zur Zahlensymbolik interessanter. Da kann ich einige Decks definitiv ausschließen, weil sie die Symboliken der Zahlen falsch wiedergeben.
Wenn etwa die 6.Karte "Die Liebenden" als Liebespaar dargestellt wird, so ist das zahlensymbolisch falsch. Diese Verfälschung stammt ja auch vom Raiders Deck.
Diese Karte aber stellt nichts weiter dar, als Herkules, als er von einem Berg herab kam und an einer Weggabelung zwei Frauen begegnete. Und die Frauen haben ihm genau das gesagt, was in der Beschreibung von E.Haich zu dieser Karte steht.
http://www.albideuter.de/html/dr-06.html
Das sind z.B. alte Darstellungen der 11. Karte
http://www.unf.edu/classes/freshmancore/...ages/inanna.jpg
http://www.uned.es/geo-1-historia-antigu.../InannaLion.jpg
Das ist die 5., "Der Papst"
http://home.arcor.de/die.solinger/Inanna1.jpg

Das sind alte Babylonische Rollsigel und vermutl. über 2500Jahre alt.

Das hier ist auch eine Darstellung der 11. Karte
http://www.oppisworld.de/zeit/leonardo/bilder/johannest.jpg
und nicht etwa die Freundin Jesu. Solche Darstellungen müssen von Wissenden hergestellt werden, dann verfehlen sie ihre Wirkung nicht und dann dürfen sie auch verändert werden.

Man kann einiges Weitere in griechischen Götter und Heldenlegenden wiederfinden. Das zeigt mir, dass diese Neuerfindungen nichts wert sind. Die Karten sind so alt wie die Menschheit und sie werden sich auch nicht ändern, solange der Mensch existiert. Den Weg kann man in vielen Legenden erkennen.

Zur Chymischen Hochzeit und Tarot habe ich schonmal was geschrieben
Chymische Hochzeit (Johann Valentin Andreae) 1459

Also nach all dem kann ich beispielsweise keine Kartendecks mehr akzeptieren, in denen "Die Liebenden" als Paar dargestellt ist. Es ist definitiv historisch belegbar falsch. Die Karte muss heissen: "Die Entscheidung"
Sie ist sowohl in der Heldenlegende des Herkules, als auch in der Chymischen Hochzeit erkennbar.

Die Vertauschung der 8. mit der 11. Karte ist auch falsch, denn die Zahl 8 war schon bei den Pythagoreern die Zahl der Gerechtigkeit.

Warum ich da so intolerant bin hat einen einzigen Grund. Diese Karten, wenn sie richtig gezeichnet sind, erwecken eine Resonanz in unserem Unbewußten. Sie haben eine starke Wirkung auf eben diese Kräfte, welche sie symbolisieren.

Und wozu sollten Eingeweihte das, was sie eh zur Veröffentlichung gedacht hatten verfälschen, oder verbergen? Leuchtet mir nicht ein. Was sie verborgen haben das werden wir eh nicht erfahren.

Aber - das ist eben nur meine Meinung, nichts weiter.

Gruß Harry

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