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Sphäre der Meditation

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Dieses Thema hat 19 Antworten
und wurde 926 mal aufgerufen
 Stille Meditation
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Saraswati Offline




Beiträge: 4.835

02.10.2008 14:15
#11 RE: Meditation und (neurobiologische) Wissenschaft/Forschung Zitat · antworten
Zitat von Roksi

Vor allem weil ich Philosophie praktisch auf die gleiche Ebene mit Spiritualität setze.



Die Philosophie bleibt auf der Verstandesebene und versucht zu erklären.
Spirituelles Erleben geht über den Verstand hinaus in direktes Wahrnehmen.

Saraswati

Roksi Offline




Beiträge: 2.637

02.10.2008 14:19
#12 RE: Meditation und (neurobiologische) Wissenschaft/Forschung Zitat · antworten
Zitat von Saraswati
Zitat von Roksi

Vor allem weil ich Philosophie praktisch auf die gleiche Ebene mit Spiritualität setze.



Die Philosophie bleibt auf der Verstandesebene und versucht zu erklären.
Spirituelles Erleben geht über den Verstand hinaus in direktes Wahrnehmen.


Ohne Verstandesbrücke ist es für einen "zivilisierten" Menschen, der nie in seinem Leben einen Meditierenden gesehen oder die Natur als eine Energiequelle als selbstverständlich wahrgenommen hat, meistens gar nicht möglich, Verstand abzuschalten. Denn wenn man als Kind auf Intellekt "trainiert" wird, dominiert dieser Aspekt und es ist ohne Erfolg, diesen zu umgehen. Den Kopf kann ich nur abschalten, wenn ich mich vorher mit ihm beschäftigt, sprich "berührt" habe. :-)

Lieben Gruß
russisches Nordlicht

Saraswati Offline




Beiträge: 4.835

02.10.2008 14:31
#13 RE: Meditation und (neurobiologische) Wissenschaft/Forschung Zitat · antworten
Zitat von Roksi
Ohne Verstandesbrücke ist es für einen "zivilisierten" Menschen, der nie in seinem Leben einen Meditierenden gesehen oder die Natur als eine Energiequelle als selbstverständlich wahrgenommen hat, meistens gar nicht möglich, Verstand abzuschalten. Denn wenn man als Kind auf Intellekt "trainiert" wird, dominiert dieser Aspekt und es ist ohne Erfolg, diesen zu umgehen. Den Kopf kann ich nur abschalten, wenn ich mich vorher mit ihm beschäftigt, sprich "berührt" habe. :-)



Der Verstand ist ja auch nichts Verwerfliches

Aber Philosophie und Spiritualität sind nicht miteinander zu verwechseln.

Gerade erinnere ich mich, dass mein Weg sehr intensiv durch die Philosophie geführt hat.
Die Geschichte des menschlichen Geistes, Modelle für Erklärbarkeit des Seins...
Das ist ein sinnvoller Beginn der Suche: Die Menschheit betrachten in ihrer Entwicklung,
das Ganze für sich auswerten und vergleichen mit dem, was große Köpfe herausgefunden haben...
bzw. sich inspirieren lassen, von dem, was große Denker herausgefunden haben...
Überblick bekommen, Verständnis für Zusammenhänge finden...
den eigenen Blickpunkt relativieren...


Die Mystik geht aber vollständig ins Erleben,
in die Versenkung und in die direkte unvoreingenommene Wahrnehmung.
Das Gespür ist entscheidend, nicht die intellektuelle Auswertung.
Es geht um energetische Öffnung und Befreiung des Selbst,
aus dem Korsett der Denkschemata und Konditionierungen,
in die Vereinigung mit allem was ist...

Saraswati

Roksi Offline




Beiträge: 2.637

02.10.2008 14:45
#14 RE: Meditation und (neurobiologische) Wissenschaft/Forschung Zitat · antworten

Zitat von Saraswati
Die Mystik geht aber vollständig ins Erleben,
in die Versenkung und in die direkte unvoreingenommene Wahrnehmung.
Das Gespür ist entscheidend, nicht die intellektuelle Auswertung.
Nein, um die Intellektuelle Auswertung geht es mir nicht unbedingt. Aber durchaus um das intellektuelle Protokollieren der Erfahrung.

Ich würde es ungefähr so vergleichen:
Ein "Stadtmensch", welcher zur Spiritualität findet, lebt erst Mal "aus dem Kopf" heraus und taucht in das Spirituelle ein.

Umgekehrt ein sagen wir buddhistischer Mönch lebt in der Spiritualität und taucht in das Intellektuelle ein. Diese "Eintauchmanöver" können wir erleben, wenn wir irgendeine "Lebensfrage" oder so Ähnliches so einem Menschen stellen und er gibt eine sehr präzise, einfache und vor allem schnelle Antwort, welche in der Regel keine Nachfragen hinter sich zieht. Philosophie als angenehmer Effekt sprudelt sozusagen aus dem Mönch.

Umgekehrt aus dem zivilisierten Mensch sprudelt ab und zu Spiritualität, aber sie versiegt ziemlich schnell.

Ich sage ja, dass ich "Philosophie" und "Spiritualität" gleich-stelle. Sprich sie laufen parallel nebeneinander. Die Frage ist nur, wo man sich mEn die meiste Zeit befindet. Und von wo man "Ausflüge" sozusagen macht.

Irgendwann kann das Verhältnis kippen und z.B. ein zivilisierter Mensch landet durchaus in der Spiritualität. (Umgekehrt kann ich mir nur schwer vorstellen...)

Lieben Gruß
russisches Nordlicht

Saraswati Offline




Beiträge: 4.835

02.10.2008 14:56
#15 RE: Meditation und (neurobiologische) Wissenschaft/Forschung Zitat · antworten
In Antwort auf:
Umgekehrt ein sagen wir buddhistischer Mönch lebt in der Spiritualität und taucht in das Intellektuelle ein. Diese "Eintauchmanöver" können wir erleben, wenn wir irgendeine "Lebensfrage" oder so Ähnliches so einem Menschen stellen und er gibt eine sehr präzise, einfache und vor allem schnelle Antwort, welche in der Regel keine Nachfragen hinter sich zieht. Philosophie als angenehmer Effekt sprudelt sozusagen aus dem Mönch.



Philosophie bedeutet: Liebe zur Weisheit.
Ja, die besitzt wohl jeder Mystiker
und dadurch erscheint das Phänomen,
welches du genannt hast:

Die Welt kann klar, einfach und präzise erklärt werden,
ohne sie dabei in ihrem ewigen Wandel "festzuhalten"...
weil bei diesem Mystiker "Erkenntnis" stattgefunden hat...

Berühmtes Beispiel:
Der Mystiker Pythagoras war ein hervorragender Intellektueller,
Mathematiker, Philosoph ect.
Aber er schöpfte aus der Stille und der spirituellen Tiefe...
Er erfasste von innen, nicht nur von außen...

Saraswati

Roksi Offline




Beiträge: 2.637

02.10.2008 22:31
#16 RE: Meditation und (neurobiologische) Wissenschaft/Forschung Zitat · antworten

jou, die besten Antworten, besonders die, die keine Nachfragen hinterlassen, sondern vor Klarheit gefüllt sind, kommen aus eigenem Inneren. An dieser Klarheit und Ungezwungenheit des Antwort-Gebenden kann man das erkennen.

Lieben Gruß
russisches Nordlicht

Saraswati Offline




Beiträge: 4.835

28.11.2008 21:16
#17 RE: Meditation und (neurobiologische) Wissenschaft/Forschung Zitat · antworten

Saraswati

Saraswati Offline




Beiträge: 4.835

06.12.2008 00:05
#18 RE: Meditation und (neurobiologische) Wissenschaft/Forschung Zitat · antworten
Freitag, 5. Dezember 2008 um 22.30 Uhr
WAHRHEIT! Alles Lüge! auf ARTE

(Wiederholungen:
06.12.2008 um 10:35
08.12.2008 um 02:00)


Ist die Welt, wie wir sie sehen, tatsächlich Realität oder nur ein Produkt unseres Gehirns? Was wäre, wenn das, was wir erleben, bloß eine individuelle Illusion ist? International renommierte Wissenschaftler machen anhand anschaulicher Beispiele deutlich, wie leicht unsere Wahrnehmung - und damit unsere individuelle Realität - beeinflussbar ist.


Davon hab ich mir vorhin den Schluss angeguckt...
ganz interessant aufbereitet...

Saraswati

Sterndeuter Offline



Beiträge: 2.583

09.12.2008 12:05
#19 RE: Meditation und (neurobiologische) Wissenschaft/Forschung Zitat · antworten
Hi,

die Hirnforscher sind sich noch lange nicht drüber einig, ob das Gehirn den Menschen oder der Mensch das Gehirn steuert.
Man weis noch nicht, wenn ich das mal so sagen darf, ob man den Esel vor oder hinter den Karren spannen soll

Ich kann inzwischen nur noch herzlich drüber lachen.

Es ist der alte Streit zwischen den Materialisten und den Spiritualisten.
Wenn uns unser Gehirn in der Meditation durch Ausschüttung von Glückshormonen eine Seelige Welt vorgaukelt, so muss das doch auch mit Medikamenten möglich sein, denkt Dr. Fleischmann flux.
Also, weg mit Meditation, her mit den Tabletten. Wir suchen also die Meditationspille.

Leider war das in den letzten Jahrzehnten nicht so sehr erfolgreich. Extasy ist z.B. eine Pille, die in den USA speziell für vereinsamte Soldatenfrauen entwickelt wurde.

Ich wünsche viel Erfolg, auch weiterhin bei der Suche nach der "Meditationspille"

Wenn uns unser Gehirn durch die Meditationspraxis etwas vorgaukeln sollte, was in Realita garnicht existiert, dann frage ich zurück, ist denn eine Depression für den betreffenden Real? oder bildet er sich diese nur ein?
Dann darf ich die Frage verallgemeinern und fragen, sind Gefühle und Gedanken real? Ist die Welt, wie wir sie sehen real?
Oder bilden wir und das alles nur ein, weil unser Gehirn einen bestimmten Stoffwechsel hat?

Dahinter steht die Absicht der Wissenschaft, unser Gehirn und unseren Körper als chemische Fabrik zu betrachten und nach Stoffen und Stoffwechselvorgängen zu suchen, in die man eingreiffen kann, um alle unsere Krankeiten heilen zu können. Diese Methodik hatte in den letzten Jahrzehnten enorme Erfolge. Das heißt aber noch lange nicht, dass das zugrunde liegende Weltbild richtig sein muss.

Es ist auch immer wichtig zu wissen, WER die Frage, stellt. Ist es ein Psychotherapeut oder ein Sachverständiger einer Pharmafirma.
Es gibt inzwischen genug "Wissenschaftler" die sich mit Gutachten für Pharmakonzerne gutes Geld verdienen. Man muss sehen woher der Einwurf kommt.

Der entscheidende Unterschied zwischen Pille und Meditation ist, dass ich im zweiten Fall selbst die Herrschaft über mich und mein Leben habe. Im ersteren Fall gebe ich meine menschliche Autonomie an eine Pille ab.

Wir müssen uns eben fragen ob wir in Zukunft als selbstbestimmte Menschen leben wollen oder ob wir Junkies werden wollen.
Das ist die zentrale und konkrete Frage, die sich stellt, wenn man vom Gehirn als den berstimmenden Faktor spricht und nicht vom Menschen als solches.
Da stellen sich noch weitreichendere gesellschaftliche Fragen. Ist. Z.B. ein Straftäter für seine Tat selbst in vollem Umfang verantwortlich oder hat sein Gehirn nur einen Defekt und er kann garnichts darür.
Diese prinzipielle Frage hat der Gesetzgeber längst beantwortet. Solange das so ist, MUSS ich diese Einwürfe, schon aus gesetzgeberischer Sicht zurückweisen.

Gruß Harry

Sterndeuter Offline



Beiträge: 2.583

09.12.2008 12:38
#20 RE: Meditation und (neurobiologische) Wissenschaft/Forschung Zitat · antworten

Ich vergleiche unser Gehirn mit einem Konzertflügel.
Wen ich zuerst mit dem 500g Hammer drauf losdresche und dann sage, der Pianist ist ein Stümper, dann habe ich was falsch gemacht.

Natürlich kann man mit Medikamenten die Gehirnfunktionen stören und beeinflussen, aber das heißt noch lange nicht, dass dessewegen die Gleichung Gehirn=Mensch stimmen muss.

Mit Drogen wurde bisher noch nie dauerhaft Heilung erzielt. Im Gegenteil die Patienten geraten stehts in eine Abhängigkeit.
Hingegen wissen wir, dass durch Meditation Endoporphine freigesetzt werden, die Glücksgefühle auslösen.

Was kann das bedeuten?
Wir haben eben die richtige Dosierung noch nicht im Griff, könnte ein Pharmakologe einwenden.
Das wäre so, als wollte ich durch das Aufsetzen eines gesteuerten Benzintanks auf den Vergaser erreichen, dass auf einer 100km Fahrt die Geschwindigkeitsbegrenzungen eingehalten werden.
Dafür ist immer noch der Faher verantwortlich und nicht der Benzintank. Auch wenn dieser im Laufe der Fahrt immer die rechte Benzinmenge in den Vergaser bringt. Es geschieht durch den Fahrer und nicht durch den Motor. Der Motor tut das, was der Faher will, vorausgesetzt der Wagen funktioniert richtig.

Wir tun in der Wissenschaft immer noch so, als würde das Auto(Gehirn) ohne Faher(Mensch) fahren.

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Saraswati

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